Der Kunde als Mitarbeiter

Der Kunde als Mitarbeiter

Es gibt unaufdringlich Tools die ich täglich nutze. So unaufdringlich, dass ich mir keine Gedanken machen muss. Aus diesem Grund bin ich nach wie vor, trotz gelegentlichem leichten Magengrummeln, Evernote-Anwender — auch wenn ich parallel Doku-Wiki für strukturierte Wissensgebiete nutze.

Seit ein paar Tagen ist aus dem Magengrummeln eine handfeste Magenverstimmung geworden. Das vorletzte Update von Evernote hat dazu geführt, dass ich die App auf dem iPhone nicht mehr benutzen kann, seit dem letzten Update das gleiche auf dem iPad. Und obwohl die App bei jedem Start unmittelbar abstürzt, werde ich öfter einfach so nach dem Passwort für meine Apple-ID gefragt. Der Einzige mit diesen Problemen scheine ich nicht zu sein. Schaut man sich die neusten Bewertungen im App-Store an, geht es stark Richtung einer Ein-Sterne-Bewertung.

Hans / Pixabay

Für ein funktionierende Evernote-Version ist das sicher deutlich zu schlecht, aber in der jetzigen Fassung ist selbst ein Stern noch zu viel. Ein wichtiger Grund, warum ich mich für Evernote entschieden habe, war die automatische Verfügbarkeit aller meiner Notizen auf jedem Gerät. Um so was wie Synchronisierung wollte ich mich bewusst nicht selber kümmern. Mir war und ist es auch wichtig, unterwegs auf meine Daten zugreifen zu können. Dies ist momentan nicht gegeben.

Für eine Leistung, die ich derzeit nicht erhalte, werde ich trotzdem zur Kasse gebeten. Natürlich können sich in jedes Stück Software Fehler einschleichen. Bevor man sie auf die Öffentlichkeit loslässt, testet man sie in der Regel aber ausreichend. Den Eindruck, dass dies bei der letzten Evernote-Version geschehen ist, habe ich nicht. Es erscheint mir, als ob man hier Kunden zu Mitarbeiter ernennt, die bei der Produktreifung mithelfen.

Im Netz kursieren ein paar Tipps, um das Problem selber zu lösen. So soll man die Evernote App löschen und anschließend neu installieren. Auf dem iPhone habe ich das tatsächlich gemacht, aber beim iPad will ich das jetzt nicht auch noch wiederholen. Es ist nicht meine Aufgabe, mit solchen Tricks die Software zum Laufen zu bringen. Außerdem, wie ich vom iPhone weiß, löst es das Problem mit der Passwortanfrage nicht. Auch auf dem iPhone werde ich ständig nach dem Passwort zu meiner Apple-ID gesagt, obwohl das nichts mit meinem Evernote-Konto zu tun hat.

Falls ich mich mal entschließen sollte, für etwas Beta-Tester sein zu wollen, dann müsste man sich vorab über die Form der Entschädigung unterhalten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren