Bis zum Erbrechen

Bis zum Erbrechen

Während ich mir eigentlich schon Gedanken zu meiner Weihnachtsgeschichte machen wollte (es gibt hier im Blog so eine kleine Tradition), fällt mir wieder etwas vor die Füße was Grund zur Aufregung gibt. Personen, die leider der selben Partei angehören wie ich, tuen sich mit unangemessenen Äußerungen hervor.

In einem Interview mit der Wirtschaftswoche soll der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) über Donald Trump gesagt haben:

Zu sagen: Ich kümmere mich um die Kerne der Industrie, das finde ich richtig.

Es ist für mich nicht das erste Mal, dass ich mich frage auf wessen Seite der Herr Schröder eigentlich steht. Jemand, der Vladimir Putin als „lupenreine Demokraten“ bezeichnet würde vermutlich auch einen Österreicher für die Reduzierung der Arbeitslosen und den Bau von Autobahnen loben.

Etereuti / Pixabay

Liest man einen Artikel der FAZ darüber, dann gibt es noch andere, merkwürdige Auffassungen von Schröder. So soll das Vorgehen der US-Amerikaner gegen den deutschen Autobauer VW aus reiner Machtpolitik erfolgen. Vermutlich wird er bald noch behaupten, die CIA hätte einen Saboteur bei VW eingeschleust, der tatsächlich das Chip-Tuning vorgenommen hat.

Nein Gerhard, deine Sicht der Dinge teile ich ganz und gar nicht. Sie zeugen meiner Meinung nach bereits von Altersstarrsinn. Deine Basta-Politik fand ich schon damals äußerst befremdlich. Das ist eines Demokraten unwürdig.

Wir leben in einer Welt, wo die Suche nach tragbaren Kompromissen wichtiger ist als das Durchregieren. Zögern mag dem einen als Schwäche erscheinen, vielleicht ist es aber auch manchmal einfach klüger, abzuwarten und erst wenn die Fakten vorliegen zu entscheiden. Politik aus dem Bauch heraus, so hat uns die Geschichte gezeigt, hat bereits genügend Schaden angerichtet.

Mittlerweile habe ich zumindest in diesem Jahr die Lust auf eine Weihnachtsgeschichte verloren. Es liegt in meinem Ideen-Eingangsfach noch genügend Material für Blogartikel für den Rest des Jahres herum. Und außerdem bin ich bis fast zum Erbrechen wütend. Würde ich eine Weihnachtsgeschichte schreiben, wäre sie mit Sicherheit ziemlich miserabel. Da blogge ich dann lieber normal weiter.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren