Concordia

Concordia

Jedes Jahr wird eine größere Anzahl an Brettspielen veröffentlicht oder neu aufgelegt. Im Vergleich zum Buchmarkt sind das alles Peanuts, klar. Aber es reicht, damit für jeden etwas dabei ist. Mitunter bekommt man manchmal jedoch nicht alles mit, was einen eventuell interessieren würde. Und es gibt Spiele, die „wie ein Stealthbomber unter dem Radar fliegen“.

Zumindest für „Concordia“ trifft dieser Vergleich von Quinns drüben bei Shut up & Sit Down zu. Allerdings würde ich nicht so weit gehen und Concordia als das Spiel bezeichnen, welches ich für den Rest meines Lebens (ausschließlich) spielen würde. Dafür gibt es einfach zu viele andere, ebenfalls gute Spiele. Was aber auch gleichzeitig schon impliziert, wie ich zu Concordia stehe.

Concordia
Concordia

Ja, ich halte es für ein gutes Spiel. Mehr noch, für ein sehr gutes Spiel. Im Kern handelt es sich, angesiedelt im antiken römischen Reich, um ein Aufbauspiel. Dazu eine Prise Deckbuildung und zwei Hände voll Handel. Durch variable Startaufstellung und Erweiterungen kommen eine menge Variationsmöglichkeiten hinzu, ohne das so etwas wie Zufall relevant ist. Im Gegenteil, Concordia bietet viel Raum eine eigene Strategie zu entwickeln.

Interaktion zwischen den Spielern findet auch statt, allerdings verläuft dieses in friedlichen Bahnen. Man ärgert sich nur ein Stück weit, wenn ein Mitspieler einem eine Personenkarte vor der Nase wegkauft oder zuerst in einer neuen Stadt sein Haus errichte. Hier zeigt jedoch auch eine Stärke von Concordia. Der Platz in der Stadt ist für andere Spieler nicht blockiert, sie können dort auch bauen — allerdings zu höheren Kosten. Dabei profitieren sie jedoch davon, wenn in der entsprechenden Provinz von einem Spieler über die Karte „Praefekt“ produziert wird.

Statt Einschränkungen schafft jeder Zug neue Möglichkeiten. Das macht das Spiel kurzweilig und auch sehr befriedigend. Spannend bleibt es bis zum Schluß, da es erst dann eine Werbung gibt, die über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Meine Frau findet, Concordia sei im Prinzip das erwachsene „Siedler von Catan“. Dem kann ich mich im Prinzip anschließen. Ein weiterer Vorteil von Concordia ist, dass es sich auch mit zwei Spielern erstaunlich gut spielen lässt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren