Im Weltraum hört dich niemand

Im Weltraum hört dich niemand

Ob man im Weltraum wirklich von niemanden gehört wird wenn man schreit, lassen wir mal dahin gestellt. Was den Weltraum angeht, gibt es viele Mythen. Gelangt man in den Weltraum, zerplatzt man nicht einfach. Man kann sogar für wenige Sekunden überleben. Danach wird man jedoch gefriergetrocknet.

Der Weltraum faszinierte mich schon immer. Ich habe einen deutlichen Hang zu Science Fiction — Filmen, Romanen und auch Spielen. In die Handlung einzutauchen, sich möglicherweise sogar mit den Figuren zu identifizieren — ich mag das. Wobei, mit Filmen ist das deutlich schwer als mit Büchern oder Spielen. Die meisten Filme sind einfach zu kurz, um wirklich einzutauchen in die Welt. Das letzte großartige SF-Spiel auf der Konsole, an das ich mich immer wieder gerne erinnere, was „Mass Effect“. Leider erscheint davon bald ein neuer Teil, was wieder die Anschaffungsüberlegungen hinsichtlich einer Konsole fördert.

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Wie dem auch sei, es gibt zum Glück auch noch Spiele abseits der Konsole, nämlich am Tisch. Mit gutem Essen, leckeren Wein und noch viel besser: mit netten Mitspielern. Wobei nett wichtig ist für die soziale Interaktion rund um den Spieltisch. Auf dem Spielbrett selber darf mit harten Bandagen gekämpft werden.

Gestern wurde bei uns „Exodus: Proxima Centauri“ in voller Besetzung (sechs Spieler) gespielt. Am Anfang fühlt man sich möglicherweise erschlagen von Regeln und den Möglichkeiten, aber schnell wird klar, wie gut alles ineinander greift. Meine Frau und ich hatten schon zwei Übungspartien zur Vorbereitung absolviert — was uns keinen Vorteil verschaffte, mir aber den Trost, das Spiel gut (mit Ergänzungen durch einen Mitspieler) erklärt zu haben.

Im Centauri System ging es hart zur Sache. Auch wenn eine Portion Glück mit Spiel ist, hängen einige Entwicklungen im Spiel ziemlich stark davon ab, welchen Weg man einschlägt. Und ob man Mitspieler, die eine Abkommen vorschlagen, vertraut. Da bei Exodus die Bewegungen der Raumschiffe verdeckt aufgeschrieben und dann gleichzeitig durchgeführt werden, kann es zu einigen (bösen) Überraschungen kommen. Und wenn man sich wie ich seine Flotte zusammenschießen lässt, hat man eine verdammt schlechte Position. Vor allem, wenn eine Nachbarin gleich zwei Massenvernichtungswaffen im Besitz hat.

Die rund vier Stunden Spielzeit waren zumindest für mein Empfinden ziemlich kurzweilig — viele Aktionen können fast zeitgleich erfolgen, sogar die Kämpfe der Spieler untereinander, da selten mehr als zwei Spieler in einem System sind. In jedem Fall freue ich mich schon auf die nächste Runde Exodus, dann aber hoffentlich mit der Erweiterung.

Das war in Bezug auf den Weltraum noch nicht alles. Den die Vorweihnachtszeit naht. Nach dem meine Frau und ich im letzten Jahr ein Adventskalender im Postkartenformat zum hinstellen hatten, haben wir uns dieses Jahr wieder für das klassische Schokoladenmodell entschieden. Dazu gibt es aber noch eine Besonderheit — und damit sind wir dann wieder bei Science Fiction Filmen, beziehungsweise Serien.

Auf der Spielmesse in Essen hatten wir uns im diesem Jahr das Brettspiel „Firefly“ gekauft (im Übrigen mal eine gelunge Verwertung einer Lizenz), welches wir uns dann zusammen zu Weihnachten schenken werden. Etwa jeden zweiten Tag in der Vorweihnachtszeit schauender uns dann die Serie an. Für mich ist das eine Wiederholung, meine Frau kennt sie noch gar nicht. Heiligabend gibt es dann „Serenity“ und dann wird gespielt. Wie gesagt, ich mag das Abtauchen in ein anderes Universum.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren