Lauf für dein Leben

Lauf für dein Leben

Ein Tippfehler, der keiner ist aber durchaus einer sein könnte, weil ein wenig Wahrheit darin stecken würde. Aber man macht etwas für, nicht um. Höchstens „um … zu“. In diesem Fall also, um sich besser zu fühlen. Und auch gesünder.

Fangen wir aber von vorne an. Die ersten Wochen mit meiner Garmin fenix 3 liegen hinter mir. Mittlerweile habe ich auch eine so genanntes Watchface für die Uhrenanzeige gefunden, welches mir besonders zusagt. Die Auswahl ist recht groß, da ist so was nicht einfach — sieht wohl bei einer Apple watch einfacher aus. Wenn wir schon bei der Uhr von Apple sind: meine Frau ist ja im Besitzt einer und ein wenig neidisch ist sie mittlerweile schon auf die Laufzeit meiner Uhr. Wenn ich verschwenderisch bin, reicht der Akku nur für eine Woche. Klar, die Anzeige auf dem Display ist nicht so hell, als das ich damit die Wohnung ausleuchten könnte. Dafür aber ist das Display permanent an und brauch keine komischen Verrenkungen zu machen, um mal eben die Uhrzeit ablesen zu können.

skeeze / Pixabay

Sicher, die Appel watch hat eine Menge Funktionen — die ich aber alle nicht benötigen. Das was die fenix 3 kann, passt dagegen perfekt zu mir. Ehrlich, ich möchte die Uhr nicht mehr missen. Sie ist aber keine Smartwatch, sondern tatsächlich eine Sportuhr. Eine sehr durchdachte Sportuhr, die mich antreibt. Damit kommen wir dann zu Überschrift. Während die Sportfunktionen bei der Apple watch wie ein Gimmick wirken, ist es der Hauptbestandteil fenix 3.

Aktuell erhöht sich die Anzahl der mir abverlangen Schritte pro Tag immer etwas mehr. Es treibt mich an, den Tag davor zu schlagen. BeatYesterday nennt Garmin das und hat dazu eine ganze Website komponiert. Genau mein Ding, ebenso wie die Challenges. Das ist es was ich brauche, um Sport zu treiben. Um zu laufen, was für meine Gesundheit zu tun. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Lust auf diese Art der Herausforderung. Ich beschäftige mich mit Themen, über die ich früher nur mild gelächelt hätte.

Smartphonemarkt rückläufig
Smartphonemarkt rückläufig

Vergangene Woche wurde darüber berichtet, dass der Smartwatch-Markt dabei ist einzubrechen. IDC Research schrieb von einem Einbruch von rund 51,6 Prozent. Schaut man sich dann die Zahlen genauer an, gab es bei fast allen namenhaften Herstellern Rückgänge. Allerdings nicht bei Garmin, denn die Firma hat einen Zuwachs von 324,2 Prozent zu verbuchen. Scheinbar bin ich nicht der Einzige, der für sich herausgefunden hat, welche Uhr wirklich die passende für ihn ist.

Eine ganze Zeit lang konnte ich mir nichts anderes als eine analoge Uhr vorstellen (Manufaktur geschädigt). Innerhalb weniger Wochen hat sich das radikal geändert. Eine Uhr mag ein Schmuckstück sein, aber im Kern ist es ein gerät mit einer Funktion: sie zeigt die Zeit an. Warum zum Beispiel sich ausschließlich im Büro arbeitenden Menschen lächerlich dicke Piloten-Uhren kaufen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben.

Stellt man die Funktion in Vordergrund, lässt sich das Thema Uhr ganz anders aufrollen. Die Zeit selber kann man auch anders in Erfahrung bringen. Smartphone, Sonnenstand (etwas ungenauer, versteht sich), frei herumstehen und herumhängende Uhren — das was man jedoch am Handgelenk trägt, könnte mittlerweile noch viel mehr leisten. Funktionen, die den Alltag von uns bereichern. Und Sport ist eine Bereicherung.

Hätten meine Frau und ich Kinder, dann würde die unter Garantie ein neues Produkt von Garmin von uns geschenkt bekommen: vívofit jr.
Mich hat das Video dazu total begeistert. Als ich früher den Rasen mähen oder Unkraut jäten musste, tat ich es, weil ich es musste. Positive Anreize sind mir nicht in Erinnerung geblieben. Das was vívofit jr. ermöglicht, halte ich für einen positiven, guten Ansatz. Tagesaktivitäten erfassen, zur Bewegung ermuntern. Und zwar ganz ohne komische Viecher, die eingefangen werden müssen. Virtuelle Münzen für erledigte Aufgaben — absolute cool!

Man merkt, ich bin von Garmin begeistert. Mal abgesehen von der wirklich hässlichen Ladestation habe ich derzeit nichts auszusetzen. In Punkto Innovation schlägt Garmin Appel auf jeden Fall. Die Zielgruppe Kinder scheint es zudem Apple gar nicht zu geben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren