Wandern auf Kante

Wandern auf Kante

Wenn man zwei Wochen durch eine „Darm-Geschichte“ geschwächte war, fällt es besonders schwer, sich wieder zu wandern aufzuraffen — könnte man jedenfalls meinen. Bei mir war es zum Glück nicht so. Eher war der Drang sehr groß, diesen vermutlich letzten schönen Herbstsonntag zu nutzen um unsere letzte Etappe des Ahr-Venn-Wegs zu laufen.

Eigentlich ende Route etwas anders geplant. Von unserem Startpunkt Kall sollte es bis nach Blens gehen, es wären etwa 26 Kilometer gewesen.

Da wir nicht ganz so für aufgestanden sind, war es ein Stück weit (daher die Kante) ein Wettlauf mit der Zeit, denn im Herbst wird es früher dunkel. Im Übrigen nach langen Jahren für mir der einzige Grund, an der Sommerzeit festzuhalten — das ganze Jahr über.

422737 / Pixabay

Die Strecke selber stellt eine würdigen Abschluss des gesamten Weges dar, Foto gibt es, sobald ich dazu Gelegenheit habe. Allerdings keine vom Zielpunkt Blens. Denn wir haben etwas abgekürzt. In Heimbach führte die Route am Bahnhof vorbei, so dass wir die Gelegenheit nutzen, von dort aus mit der Bahn über Düren zurück nach Köln zu fahren.

In der Bahn selber stellten wir dann fest, dass es nicht nur auf Grund des schwindenden Tageslichts eine gute Idee war, sondern auch wegen unserer körperlichen Verfassung. Noch eine weitere Stunde mit rund sechs Kilometern wäre mit Sicherheit zu viel gewesen. So können wir uns jetzt halbwegs ansprechbar ans Abendessen machen, was ja auch noch gekocht werden will.

Bis zum Ende des Jahres werden wir dann auf Strecken in der Nähe zurückgreifen, um die Hin- und Rückreise zu verkürzen und damit auch etwas mehr Luft bis zum Sonnenuntergang zu haben. Mich macht eine knappe Kalkulation etwas nervös, besonders wenn wie heute gesperrte Wege hinzu kommen mit Umleitungen, die einen größeren und damit längeren Umweg bedeuten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren