Automatisierte Einkaufslisten

Automatisierte Einkaufslisten

Meine Nutzung von Evernote hat sich in den letzten Monaten weiter verändert. Es ist nach wie vor noch ein Tool, welches ich gerne nutzen, aber eben nicht mehr für fast alles. Für strukturierte Informationen haben ich mir ein DokuWiki angelegt.

Aufgabenlisten erstelle ich mit „Erinnerungen“ von Apple und auch Artikel wie diesen, welche ich einige Zeit lang direkt in Evernote verfasst habe, werden mit einem ordentlichen Textprogramm geschrieben. Trotzdem gibt es noch genügen Platz für Evernote in meinem Alltag. In vielen Fällen ist es so eine Art Zwischenlager. Zeitungsartikel, Notizen, Bahnverbindungen, Geschenkideen ausgeschnitten Webartikel und einiges mehr.

jackmac34 / Pixabay

Mit der Verwendung von Schlagworten bin ich etwas nachlässig geworden und ja, mitunter wirkt Evernote mit meinen rund 6770 Notizen wie eine Mülldeponie.

Eine Sache läuft nach wie vor über Evernote, auch wenn ein ziemlich exotisches Setting ist. Über ein für meine Frau ebenfalls freigegebenes Notizbuch wird unser Einkaufszettel verwaltet. In dem Notizbuch sind Notizen wie „Frischebreich“, „Bioladen“, „Obst und Gemüse“ oder „Sonstiges“ enthalten. Wenn etwas beim nächsten Einkauf besorgt werden soll, wird es in der passenden Notiz eingetragen. Auf dem iPhone habe ich mir dafür mit Drafts sogar etwas gebastelt. Auf Dauer geht es jedoch schneller, eben einen Zettel vom Zettelblock zu nehmen und da eine Erinnerung drauf zu schreiben, die ich dann bei nächster Gelegenheit am Computer in Evernote eintrage.

Vor dem nächsten Einkauf wird dann die Einkaufsliste ausgedruckt — ein Applescript wandelt mit Hilfe von ein paar Shell-Befehlen und LaTeX die Notizen in ein zweispaltiges PDF um. Ja, so was ist für Nerds. Und ja, ich finde das praktisch.

Gestern Nacht las ich drüber im Blog von Herbert „Evernote für Pfiffige“ eine ziemlich genialen Artikel mit dem Thema „Listen und „Dash-Buttons“ automatisiert erstellen (iOS)“. Reden wir nicht darüber, dass ich trotz guter Vorsätze wieder nachts gelesen statt geschlafen habe. Sondern reden wir über den Artikel.

Die Idee, Ausleihlisten in Evernote zu pflegen und den Leihvorgang so wie die Rückgabe über QR-Code zu lösen finde ich hervorragend. Es ist sowohl einfach wie auch genial. Ebenso der Bezug zu den umstrittenen „Dash-Buttons“ von Amazon. Die kann man sich mit dem was Herbert beschreibt, wirklich selber basteln. Nützlich sind dazu dann selbstklebende Etiketten, wie hier beschrieben wird (im Übrigen auch eine pfiffige Idee, auf diese Weise die Bedienungsanleitung griffbereit zu haben).

Ich konnte mir es gestern nicht nehmen lassen, die Idee umzusetzen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten konnte ich dann tatsächlich über einen QR-Code eine Artikel zur Einkaufsliste hinzufügen. Nicht ganz automatisch, man muss immer noch den QR-Scanner aufrufen und einmal pro Scan bestätigen, dass Drafts aufgerufen wird — aber es funktioniert. Der Empfehlung von Herbert, für die QR-Codes die App „Qrafter“ zu nehmen, kann ich mich auch nur anschließen. Damit lassen sich nur die Codes scannen, sondern auch direkt erstellen.

In den kommenden Wochen werde ich wohl überall in der Wohnung kleine Aufkleber mit QR-Code verteilen.

3 Replies to “Automatisierte Einkaufslisten”

  1. Evernote nutze ich bisher noch gar nicht, muss es mir aber unbedingt mal näher anschauen. Als Einkaufsliste hat sich bei uns „Bring!“ bewährt – kann man mit mehreren Nutzen und auch unterschiedliche Listen anlegen und das Ganze arbeitet mit Icons, die man aber mit zusätzlichem Text (z.B. Mengen, Marken, …) und sogar Fotos ergänzen kann.

    1. Bring nutzt hier im Büro ein davon begeisterter Kollege. Meine Frau und ich ziehen beim Einkauf eine gedruckte Liste vor, daher die Lösung mit Evernote. Ein Zettel verhindert, dass andere Kunden dich versehentlich anrempeln und das iPhone dann zu Boden segelt…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren