Plattfuß in der Eifel

Plattfuß in der Eifel

Irgend so ein Klimafest steht hier in Nippes vor der Tür, zudem eine Fahrradaktionsfahrt — aber keine Sorge, meine Frau und ich sind nach wie vor zu Fuß unterwegs. Insbesondere dann, wenn es Richtung Eifel geht.

Plattgelaufen sind viel mehr unsere Füße, und daran ist auch kein verstorbener italienischer Schauspieler schuld, sondern ganz allein wir zwei.

cocoparisienne / Pixabay

Als wir das letzte Mal gewandert sind, hatte meine Frau noch Sommerferien. In zwei Wochen sind dann Herbstferien. So viel zum Thema Training und „regelmäßig“. Zudem kämpfte meine Frau noch mit den Resten einer Margen-Darm-Erkrankung und bei mir klopfte bereits gestern Nachmittag eine Erkältung an. Der Hals saß bereits heute Morgen zu. Trotzdem wollten wir unbedingt wieder „auf die Piste“.

Gerade wenn draußen perfektes Herbstwetter lockt, setzt man sich über jegliche Anwandlung von Vernunft oder Wehleidig hinweg. Ja, es war hart. Über sieben Stunden waren wir unterwegs, dazu kommt noch die Zugfahrt nach Bad Münstereifel (hier wäre die Wanderung bereist am Anfang fast zu Ende gewesen, da wir mit einer Gruppe betrunkener Junggesellen aneinander gerieten, welche die gesamte Breite der Fußgängerzone in Anspruch nahmen) und die Rückfahrt von Kall.

Dennoch, es hat sich gelohnt. Der Tag war vom Wetter her perfekt. Ich liebe Indian Summer! Die Strecke selber, mit rund 25 Kilometern ordentlich und landschaftlich reizvoll. Uns fehlt noch eine letzte Etappe auf dem Ahr-Venn-Weg, aber ein steht bereits jetzt fest: von allen bisherigen Strecken die wir gewandert sind ist einer der schönsten.

Was nach einer langen Wanderung immer ziemlich klasse ist, wenn man als Endpunkt Kall hat und dort noch im REWE den Wochenendeinkauf erledigen kann. Hier sollte allerdings bedacht werden, dass man dort ab 17:30 Uhr kein Rindergehacktes mehr bekommt — obwohl der Laden bis 22 Uhr geöffnet hat. Man macht auch keins mehr nach. „Ham weh nich.“ Hier in Köln ist das nie ein Problem, auch noch um 20 Uhr frisches Gehacktes zu bekommen, denn hier wissen die hinter der Theke, dass man auch eine kleine Portion machen kann. Kleiner Tipp Richtung Kall: man kann das Fleisch vor dem durchdrehen auch abwiegen. Der Kunde freut sich.

Wie dem auch sei, jetzt warte ich bis die Dusche wieder freigegeben wird, werde mir das Salz vom Körper waschen und dann werden wir unsere Wandernudeln kochen. Mit gemischten Hack, aber immerhin mussten wir nicht auf Soja zurückgreifen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren