Regenwasser füllt Sommerloch

Regenwasser füllt Sommerloch

Für den Fall, das es dieses Jahr eine internationale Verschwörung zur Verhinderung des Sommerlochs durch eine Reihe von tragischen Ereignissen gab: die Aktion ist ein voller Erfolg. Ein trauriger, aber wirklich voller Erfolg.

Während sonst in den Monaten zwischen Mitte Juni und Ende August nicht nur in Deutschland Sommerferien sind, sondern die Nachrichtenlage auch ziemlich ausgedünnt ist, sieht es dieses Jahr erheblich anders aus. Man muss nicht über das Wetter jammern (zu heiß, zu viel Regen, irgendwas ist ja immer) sondern kann sich über echte Katastrophen echauffieren.

rihaij / Pixabay

Sommerschlussverkauf für die Demokratie in der Türkei, Anschläge in Deutschland — wobei es für die Opfer irrelevant ist, ob es sich bei den Tätern um Nazis, linke Spinner oder Menschen einem religiösen Hirnschaden handelt.

Olympia, die große Sportfarce, immer schon reich an Skandalen, wird endgültig Plattform für das Austesten von pharmazeutischen Substanzen. Und was machen die Funktionäre, wenn jemand öffentlich Doping publik macht? Die „Petze“ von der Teilnahme ausschließen, denn man ist ja gut Freund mit Russland.

Mittlerweile wünsche ich mir die Sommerlicher zurück, die Saure Gurken Zeit. Harmlose Schlagzeilen und Hinterbänkler aus dem Bundestag, die skurrilen Vorschlägen um die Ecke kommen.

Brechreize bekomme ich, wenn ich von Geheimtreffen des Bundeswirtschaftsminister lese, der die Fusion zwischen Tengelmann und EDEKA durchdrücken will. So viel Porzellan, wie Sigmar Gabriel mittlerweile zerschlagen hat, steht gar nicht in den Schränken der deutschen Sozialdemokratie. Die ich derzeit auf Bundesebene für nicht wählbar halte. Ganz ehrlich, wäre Sonntag Bundestagswahl und ließe sich Angela Merkel direkt wählen, ich wüsste wo ich mein Kreuz machen würde.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren