Wetterhunde verlieren besser

Wetterhunde verlieren besser

Nach der Sommersonnenwende und meinem Spruch, dies wäre der längste Regentag des Jahres, scheint es zumindest heute trocken zu sein. Recht ist mir das aber auch nicht, denn bei Temperaturen über 30 Grad kann ich nicht mehr klar denken. Mir ist das definitiv zu warm. Bis hier hin wäre das nur jammern, aber ich habe tatsächlich einen echten Grund, mich zu beklagen.

Mit ziemlich Sicherheit hat mich eine Frau angesteckt — mich hat also auch eine Erkältung erwischt, in einer Jahreszeit, die behauptet Sommer zu sein. Am liebsten würde ich wie ein und faul zu Hause in einem Körbchen liegen und mir Futter bringen lassen. Wobei, das wäre unter Umständen wohl auch langweilig. Entsprechend versuche ich die Erkältung so gut es geht einfach zu ignorieren. Man kennt das ja von Männern. Den harten Kerl spielen und irgendwann einfach umfallen. Oder ständig wehleidig sein, wenn man zu Hause ist und von seiner Frau umsorgt werden will.

ElvisClooth / Pixabay

Wie dem auch sei, ganz bestimmt wird mich eine Erkältung erstmal nicht vom spielen abhalten. Vom Wochenende steht noch ein Rematch aus, diesmal dürfte der Gesundheitszustand bei beiden Staffelführer soweit angeblichen sein, dass es eine faire Schlacht wird. Deren Ausgang dürfte dann für mich einen Erkenntnisgewinn nach sich ziehen. Taugt sie wirklich, meine neue Liste oder nicht?

Die zurückliegenden Tage habe ich abends, bis auf eine Ausnahme, auf die ich gleich noch eingehen werden, mit Fortbildung verbracht. Also im Internet gesurft und Artikel auf einschlägigen X-Wing Seiten gelesen. Dabei wurde mir auch wieder deutlich, warum mir das Spiel so gut gefällt. Meine Frau und ich haben ja bereits einiges an Miniaturen-Spielen gespielt. Warhammer 40k, Mage Knight, eines wo man mit Piratenschiffen unterwegs ist, Herr der Ringe — dazu dann noch sammelbare Spiele wie Krosmaster oder eben Magic the Gathering.

Allen gemeinsam ist, dass man bereits vor dem Spiel Zeit damit verbringt, seine Strategie zu planen. Decks oder Armeen zusammenstellt, was im Falle von Sammelkartenspielen oder zufällig sortierten Booster wie bei Mage Knight oder Krosmaster eine teure Angelegenheit ist. Insofern sind die Kosten pro Raumschiff bei X-Wing völlig in Ordnung. Man kauft genau das, was man fliegen möchte. Wenn man denn weiss, was man will. Als Anfänger hat man es nicht leicht und so begibt man sich in die unendlichen Weiten des Internets auf der Suche nach Antworten.

Mir war dabei die X-Wing Selbsthilfegruppe am sympathischsten. Allein der Name spricht Bände. Aber auch der Schreibstil und die gewisse Portion Humor ist es, was mich anspricht. Den Artikel zum Partybus fand ich wirklich großartig. Vielleicht sollte ich, obwohl ich tief in meinem Herzen ein treuer Pilot des Imperiums bin, doch mal mit dem Scum fliegen.

Kommen wir zur Ausnahme im Abendprogramm. Nicht ganz schwer zu erraten, was ich am Dienstag wie an den acht (eigentlich sieben, weil aus einem Dienstag ein Mittwoch wurde) Dienstag davor gemacht habe. Natürlich Game of Thrones geschaut. Die vorletzte Folge der aktuellen Staffel. Trotz aller Kritik anderswo, mir hat sie gefallen. Verraten willig ich nichts, wie üblich. Bis(s) auf vielleicht eins: Hungrige Hunde
Schnee wäre mir jetzt auch lieber als die Sommerhitze.

Ach verdammt, das war jetzt kein Spoiler. Verdammt auch, weil ich den Montag vergessen habe. Auch da kein Selbststudium, sondern eine Lektion im besser verlieren. In zwei Spielen (Forbidden Stars) gelang es meinen heroischen Space Marine nicht, das Chaos zu besiegen. Immerhin, so wurde mir bescheinigt, hab ich gut verloren. Also nicht bereits nach einen der ersten Runden. Das Spiel selber steht jetzt leider recht weit oben auf meiner Essen 2016 Kaufliste.

Nachtrag: Bei Hunter & Cron gibt es ein Let`s play Video zu Forbidden Stars.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren