Ein fast perfekter Sieg

Ein fast perfekter Sieg

Seit gefühlten Wochen der erste sonnige oder zumindest halbwegs sonnige Sonntag. Statt aber wandern zu gehen wie es sich gehört, hocken meine Frau und ich zu Hause in der Wohnung. Meine Wenigkeit erholt sich vom gestrigen Tag. Irgendwas Magen-Darm mäßiges hatte ich mir eingefangen. Oder war die Woche selber.

Für meine Frau steht kurz vor Beginn der Sommerferien noch mal Wochenendarbeit an, Mappen müssen korrigiert und benotet werden, es geht halt eben auf die Zeugnisse zu. Geschafft sie heute eher weniger, aber dazu später mehr.

Nata74 / Pixabay

Seit dem wir X-Wing mit 100 Punkte Staffeln spielen, war,es heute das erste Mal, dass ich das Gefecht für mich entscheiden konnte. Ein Sieg bei fünf Spielen. Geflogen bin ich diesmal mit einem neuen Geschwader, Bobas 3rd Chance. Abgespeckt und über Bord geworfen, was sich bisher im Kampf als untauglich erwiesen hatte. Meine Strategie sah auch etwas anders aus, denn statt mit zuerst den Falken vorzunehmen, konzentrierte ich das gesamte Feuer meiner drei Raumschiffe auf den X-Wing, der zum meinem Glück auch etwas isoliert in einer Ecke des Spielfelds manövrierte.

Tagelang hatte ich über Startaufstellung sowie die Platzierung der Meteoriten nachgedacht. Unter anderem musste ich dabei feststellen, dass wir bisher nicht ganz regelkonform spielten, da wir in Bezug auf den Abstand zum Rand die Manöverschablone statt den Entfernungsmesser für die Feuerreichweite zu verwenden – das wirkte sich auf beide Spieler aus, so das es nicht als Erklärung für meine Niederlage herhalten kann. Entscheidenden ist vielmehr, wo man seine Raumschiffe aufstellt. Man sollte die eigene Flotte nicht zu weit auseinander aufstellen, sondern zusehen, dass man an einem gewissen Punkt im Weltraum zeitgleich mit allen Schiffen sein kann. Nur so lässt sich das Feuer auf ein gegnerisches Schiff konzentrieren.

Die linke beziehungsweise rechte Ecke des Spielfelds sind gute Ausgangsposition, wichtig ist auch, dem Gegner nicht direkt gegenüber zu stehen. Bei einer direkten Konfrontation hatte ich bisher nie eine Chance.

Nach längerem Zögern installierte ich mir zudem gestern Vasall auf meinem Computer, um mit dem X-Wing Modul quasi meine eigen Flugschule zu haben. Es hilft ungemein, Feuerwinkel und Reichweiten zu sehen und abzuschätzen, welche Konsequenzen ein bestimmtes Manöver voraussichtlich haben wird. Apropos Manöver. Die Pappräder haben wir heute durch eine iPhone App ersetzt. Das ist nach unserer beider Meinung wesentlich praktischer.

Was den Sieg selber angeht, so habe ich ihn dringend benötigt. In letzter Zeit gab es einfach zu viele Spiele, bei denen ich verloren habe. Generelle Spiel ich zwar, um zu spielen, aber gewinnen ist trotzdem ganz schön. Man, nein ich, habe sonst das Gefühl, leicht dämlich zu sein. Geschmälert wird der Sieg einzig durch den Umstand, dass meine Frau auf Grund einer Erkältung gehandicapt war. Aber gut, ohne die Erkältung hätten wir auch erst gar nicht gespielt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren