Einkaufswillige Shops

Einkaufswillige Shops

Lässt man außer Acht das ich mit meiner aktuellen Glaubenssituation zufrieden bin gibt es neben vielen Gründen einen besonders gut, warum ich zum Beispiel nicht Mitglied bei Scientology bin. In einer ihrer „Grundsätze“ heisst es:

MAKE MONEY. MAKE MORE MONEY. MAKE OTHER PEOPLE PRODUCE SO AS TO MAKE MONEY.

Mein Verhalten sie eher so aus: Gib Geld aus, gib mehr Geld aus. Verleitet andere Menschen, Geld auszugeben. Vereinfacht gesagt, ich kaufe gerne ein. Und wenn mir was gefällt, überzeuge ich auch andere gerne, das ebenfalls zu kaufen. Einkaufen macht Spaß, beruhigt die Nerven (zumindest bis man aufs Konto schaut) und ich liebe es, Geschenke auszupacken. Wer sich selbst was schenkt, schenkt immer richtig. Bei Online-Bestellungen ist das Geschenke-Gefühl noch größer, weil man voller Vorfreude auf das Paket warten darf, was man dann auspacken kann — wenn es kommt.

MichaelGaida / Pixabay

Mitunter erlebt man beim einkaufen recht merkwürdige Dinge, sowohl online als auch offline. Fangen wir mit den Online-Erlebnissen der letzten Tage an. Das ich mit dem X-wing Miniaturenspiel angefangen habe, erzählte ich bereits am Sonntag. Das Spiel verführt natürlich, neue Modelle zu kaufen. Das ich mich in dieser Hinsicht gerne verführen lasse, sagte ich ja bereits. Jedenfalls, am Samstag bestellte meine Frau und ich bei einem Händler den Millennium Falken (für meine Frau), ein zweites Grundset (alte Edition) und ein TIE Phantom für mich. Alle Artikel waren verfügbar, die Lieferzeit wurde mit 1-2 Werktagen angeben. Das Paket wird dann wohl heute da sein. Meine persönliche Definition von ein bis zwei Tage sieht etwas anders aus. Ein anderer Händler. Bei ihm bestellte ich am Montag die Slave I (Kaufrausch…). Das Paket war gestern da.

Das kurioseste Erlebnisse hatte ich jedoch heute bei Rossmann. Drei Packungen Oreo, wie für meinen Kollegen als Bestechungsgeld und eine für mich. Den Betrag zahlte ich mit Karte. Karte ins Gerät, Pin eingeben, bestätigen, fertig. Das Lesegerät zeigte an „Bitte Karte entnehmen“, was ich auch tat. Die Verkäuferin blaffte mich an: „Die Karte brauche ich noch.“ Sie nahm meine Karte und reichte sie mir dann zusammen mit dem Kassenbon — ohne auf die Karte zu sehen. Muss man wohl nicht verstehen.

Ein Highlight dagegen etwas, was laut To-Do Liste längst fällig war. Die Auseinandersetzung mit WooCommerce als Shoplösung für WordPress. Shops und WordPress sind für mich nicht erst seit dem Buch ein Thema. Der Markt verändert sich beständig und neben dem bekannten WooCommerce German Market ist ein neuer Mitspieler aufgetaucht. Der nennt sich WooCommerce Germanized und es gibt in in zwei Geschmacksrichtungen. Als kostenlose Version und als Lizenzpflichtige Pro-Version. Persönlich halte ich das für eine gelungene Idee, denn selbst wenn man die Pro-Version auf Grund einiger zusätzlicher Features benötigt, kann man sich mit der kostenlosen Version einen Eindruck verschaffen, was das Plugin leistet — und vor allem wie gut. Ich finde, WooCommerce German Market macht einen verdammt guten Eindruck. Ziemlich beeindruckend ist auch das kostenpflichtige Theme des Anbieters, VendiPro. Zuerst glaubt man, es wäre eine auf Showware basierende Webseite. Aber steckt tatsächlich WordPress dahinter.

Für das nächste Projekt in der Agentur, wo ein Kunde einen Shop haben möchte, wir das auf jeden Fall meine erste Wahl sein. Natürlich machen Shops immer viel Arbeit bei der Umsetzung, egal mit welchem System. Bei einem auf WordPress basierenden Shop habe ich aber das Gefühl, an der einen oder anderen Stelle an Schrauben drehen zu können, ohne „Elite-Informatiker“ (wie mein Kollege zu sagen pflegt) sein zu müssen.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren