Kopfgeld für Tippfehler

Kopfgeld für Tippfehler

Kürzlich kam die Frage auf, ob man mich denn auf Tipp-, Rechtschreib- und Grammatikfehler hier im Blog hinweisen dürfe. Ja darf man. Solange der Hinweis nicht in der Form „Hehe, wist du blöd das du xx mit y schreibst!“ erfolgt, nehme ich niemanden einen Hinweis kaum. Bevorzugt nehme ich Tipps zu Tippfehlern per E-Mail oder PN (falls man mir per Twitter oder Facebook folgt), wenn es gar nicht anders geht, tut es auch ein Kommentar.

Mir ist durchaus bewusst, dass sich hier in den Texten im Blog Fehler tummeln. Das liegt daran, dass ich sie mache. Nicht mit Absicht, sie passieren einfach. Die Ursachen dafür lassen sich recht einfach ausmachen. Häufiger werden die Texte im Zug geschrieben, manchmal unter anderen, widrigen Umständen. Zudem bin ich alleine mit meinem Blog, es steht kein Team dahinter, keine weiteren Redakteure wie bei der Süddeutschen Zeitung — in der auch ab und an Fehler zu finden.

Unsplash / Pixabay

In der Regel läuft beim Verfassen der Texte die Rechtschreibkorrektur von Ulysses mit. Also das, was Mac OS X (bzw. iOS) on Board zu bieten hat. Sobald der Artikel dann zu WordPress übertragen ist, kommt noch mal die Korrektur via Jetpack. Natürlich sind dann immer noch Fehler im Text, was mir auch durchaus bewusst ist.

Typische Fehler von mir sind:

  • Singular / Plural falsch verwendet
  • fehlende Wortendung
  • sinnloser Satz

Sinnlose Sätze entstehen immer dann, wenn ich beim schreiben noch mal an der Formulierung schraube, den Satz umbaue und Artefakte überbleiben aus dem ursprünglichen Satz. Da ich die neue Version selber bereits verinnerlicht habe, sehe ich den falschen Satz garnicht. Die fehlende Wahrnehmung bei mir ist auch genau der Grund, warum normals nochmaliges durchlesen des Textes keine Besserung bringen würde. Was ich nicht sehe, kann ich auch nicht korrigieren.

In den letzten Jahren habe ich mich damit abgefunden. Es sind Fehler im Blog. Gut, davon geht die Welt nicht unter. Natürlich hätte ich es gerne fehlerfrei und bin auch bemüht, Sachen die mir zu einem späteren Zeitpunkt (mit Abstand zum eigenen Text geht es) auffallen, auszubügeln.

Daher bin ich nicht böse, sondern dankbar für Hinweise. Ein Kopfgeld kann ich jedoch leider nicht zahlen, dafür fehlen die Einnahmen durch diesen Blog. Es würde mich, fürchte ich, auch finanziell ruinieren. Es sei denn, das Kopfgeld wäre lächerlich niedrig.

Im Übrigen viel schlimmer finde ich persönlich Fehler im Design. Aktuell bei meinen Visitenkarten ist es nämlich so, dass Vorder- und Rückseite verkehrt sind. Wenn man die Karte von der Vorderseite auf die Rückseite dreht, muss man sie noch mal um 180 Grad drehen, um den Text lesen zu können. Da hatte ich bei der Erstellung der Druckvorlage irgendwo einen Denkfehler.

Was einmal gedruckt ist — Online-Texte lassen sich wirklich einfach und schmerzlos ändern.

2 Replies to “Kopfgeld für Tippfehler”

  1. Kuriose Wortendungen und sinnlose Sätze sind auch meins :) Gerne auch mal Verwechslung wie viel/fiel, womit ich in der Schule noch keine Probleme hatte…

    1. Wenn man dan auf die Fehler hingewiesen wird, gibt es dann den Moment, in dem einem der Satz „Wie konnte mir das nur passieren.“ durch den Kopf schiesst.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren