Von Hochzeiten und Wanderausfällen

Von Hochzeiten und Wanderausfällen

In den nächsten Tagen soll das Wetter erstmal wieder schlechter werden. Entsprechend werden meine Frau und ich die Gelegenheit heute nutzen und grillen. Zum ersten Mal in diesem Jahr.

Eigentlich hatten wir geplant, uns nach dem Wandern mit Fleisch ordentlich den Bauch voll zu schlagen. In den letzten Wochen hatten wir es bei gutem Wetter immer geschafft, früh aus den Federn zu kommen und zu wandern. Heute leider nicht. Wobei, es war auch mal ganz schön, einen mehr oder weniger faulen Tag einzulegen — ich komme später noch mal darauf zurück.

Olessya / Pixabay

Ursache für den Wanderausfall heute ist die Hochzeit, zu der wir gestern eingeladen warne. Bevor hier ein falscher Eindruck entsteht (und ich weiß, wer alles mitliest): die Hochzeit selber war toll und super organisiert. Das der Organist in der Kirche völlig talentfrei gewesen ist, muss sich niemand persönlich zurechnen. Es ist schon heftig, wenn ich als eher unmusikalischer Mensch merke, dass zu langsam und vor allem streckenweise falsch gespielt wird. Menschen mit Musikverständnis litten aber noch stärker. Zumindest kann man dem Organisten positive anrechnen, dass er eine Inspirationsquelle für einen Kurzkrimi sein wird.

Wie dem auch sei, irgendwann geht auch eine katholische kirchliche Trauung zu Ende. Als Protestant kann man dann aufatmen und einige der Rituale in die Schublade mit der Aufschrift „Kuriositäten“ packen.

Die Feier in Restaurant, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, wo sich meine Frau und ich ausklinkten — weil wir ja am Sonntag wandern wollten und auch um der Teilnahme an Tanz und Hochzeitsspielen zu entgehen — lässt sich als gelungen bezeichnen. Tolle Tischdeko, klug zusammen gestelltes Buffet mit leider sehr schnarchigen Bedienung. Ehrlich, wenn man erst nach der dritten aufgegebenen Bestellung sein Kölsch erhält, ist das doch etwas unzuvorkommend. Auch finde ich, dass die Bedienung unaufgefordert leere Wasserflaschen an den Tisch austauschen sollte. Aber nun ja. Eigentlich nicht Kleinigkeiten, die vom Glück des Brautpaars locker überstrahlt wurde. Im Übrigen Danke an alle für die gelungen Aschenputtel Interpretation.

Die Frage, welche an unserem Tisch aufkam, warum denn der Grauburgunder so heisst, konnte ich für mich heute morgen beantworten. Zumindest bei schlechtem Grauburgunder fühlt man sich am nächsten Tag, nun ja, ziemlich grau. Die richtige Temperatur bei Weißwein ist auch so eine Kunst für sich. Aber ich wollte ja nicht mehr meckern (alles Gut Danny!).

Genutzt habe ich den Tag bei offener Balkontür trotzdem am Rechner, um quer.durch.koeln etwas Feinschliff zu verleihen. Ich denke, jetzt ist es erstmal rund, so dass ich mich auf die Erfassung neuer Restaurants konzentrieren kann.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren