Das Ende von Instagram

Das Ende von Instagram

Im vergangenen November wurde es angekündigt. Nicht das tatsächliche Ende von Instagram an sich, aber das Ende der Freizügigkeit. Es würde, so hieß es, einige Einschränkungen an der API geben. Bei vielen Instagram-Nutzern hat das vermutlich erstmal nur Schulterzucken ausgelöst. Ich für meinen Teil war jedoch alarmiert.

Gestört hat mich schon immer, beim Veröffentlichen von Bildern immer auf die Instagram-App angewiesen zu sein, für die es keine angepasste Version für das iPad gibt. Die Timeline von Instgram ist zudem alles andere als schön, weswegen ich auf dem iPad ein so genannte 3rd-Party App zur Betrachtung und Kommentierung nutze. Das war eine schöne Wand mit den ganzen Bildern von mir und den Accounts, denen ich folge. Anfang des Jahres konnte man nicht mehr kommentieren innerhalb der App. Das war nicht Schuld des Entwicklers, sondern lag an den ersten Einschränkungen der Api. Vom Entwickler gab es dann auch noch mal die Info, dass die App aus dem Store genommen wird, da sie ab dem 1. Juni grundsätzlich nicht mehr funktionieren wird.

WebDonut / Pixabay

Das alles ist bereits ärgerlich genug, aber gab ein Grund bei mir, warum ich überhaupt stärker als bei der Einrichtung meines Accounts den Dienst nutze. Für meinen Blog hatte ich nämlich ein Plugin entdeckt, welches via Widget meinen persönlichen Instagram-Feed einbindet. Genau das sieht man hier auf der rechten Seite im oberen Bereich (noch). Ermöglicht wird das über „Instapress“. Wer dem Link folgt, merkt sofort das diese Plugin seit über zwei Jahren nichtmehr aktualisiert worden ist. Momentan läuft es noch, aber mit Sicherheit nicht mehr nach dem 1. Juni, denn dann wird es keinen öffentlichen Zugriff mehr auf die Endpunkte wie /users/self/feed geben. Instapress selber hat keinen echten Zugriff auf die Api, jede Hoffnung auf eine Lösung über ein so genanntes Access Token stirbt damit. Insbesondere auch deshalb, weil der Entwickler von Instapress auf Anfragen nicht zu reagieren scheint.

An die Fotos auf der rechten Seite habe ich mich gewöhnt, sie sind ein Stilelement auf meiner Seite. Also habe ich nach einer Lösung gesucht. Die lag dann tatsächlich direkt zu meinen Füßen — beziehungsweise auf dem gleichen Server.

Für die Veröffentlichung meiner Fotos verwende ich ja bereits eine Koken-Installation. Dies kann auch einen chronologischen RSS-Feed erzeugen. Den muß man dann nur noch innerhalb von WordPress via Plugin einlesen und als Widget ausgeben. Perfekt für diese Aufgabe geeignet ist FEEDZY RSS Feeds, denn das Plugin ist in der Lage, das erste Bild eines Feed-Elements auszulesen und anzuzeigen. Wer auf meiner Startseite im Blog etwas weiter nach unten scrollt, wird auf der rechten Seite den neuen Bereich „Licht & Schatten“ sehen. Sieht fast aus wie Instagram, stammt aber von Koken. Für mich gibt es deutliche Vorteile gegenüber Instapress und Instagram. Die Bilder liegen auf meinem Server, ich brauche keine App, um neue Bilder zu veröffentlichen, sondern das geschieht unmittelbar über Lightroom. Neue Bilde in Koken landen per RSS-Feed in meinem Blog. Perfekt! Fast jedenfalls, denn wenn man das Browserfenster verkleinert, stellt man den Unterschied fest. Die Fotos von FEEDZY RSS Feeds sind noch nicht responsive, aber das ist nur ein kleines Detail. Ich werde mich diesbezüglich mit dem Entwickler austauschen. Wenn er da keine Möglichkeit sieht, lege ich selber Hand an. Entweder durch Modifizierung oder mittels eines eigenen Plugins.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren