Tanz um das goldene Bild

Tanz um das goldene Bild

Die meisten Wohnungen unterliegen einer Beschränkung in Bezug auf die Wände. Zieht man Flächen ab, vor denen Schränke und Regale stehen, bleibt erstaunlich wenig freier Platz über. Zu wenig Platz, um eigene Fotos aufzuhängen. Ausnahmen bestätigen die Regel, zum Beispiel dann, wenn man über ein entsprechend großes Haus verfügt. Ist bei mir aber nicht der Fall.

So muss ich also mit der Beschränkung leben. Konkret bedeutet es, dass wir nur noch fünf Türflächen haben, auf denen ich Bilder befestigen kann. Selbst wenn ich rein theoretisch in einem Jahr nur 10 wirklich gute Fotos machen würde — man erkennt hier schnell mein Problem.

nitli / Pixabay

Für meine Aufnahmen möchte ich auf der anderen Seite weder ein Fotobuch (liegt nur herum) noch einen digitalen Bilderrahmen. Statt letzteren zu verwenden, könnte ich das ganze gleich online präsentieren. Genau da aber komme ich auch (mal wieder) an die Grenzen des möglichen beziehungsweise gewollten.

Die Fotos sollen zwar online zu sehen sein, aber mich stört mittlerweile der Gedanke, einen der „kostenlosen“ Fotodienste zu verwenden. Richtig überzeugt mich keiner und von flickr liest man momentan auch schon fast Nachrufe. Gleichzeit haben die Onlinedienst etwas verführerisches an sich. Aus Lightroom heraus kann ich direkt meine Fotos dorthin veröffentlichen. Praktisch, wenn man es einfach und kompliziert will. Genau das will ich nämlich, da es mir widerstrebt, noch ein umfangreiches Projekt aufzuziehen.

Der Testbericht diverser Cloud-Dienste in der Zeitschrift von Stiftung Warentest (3/2016) hat bei mir zudem Überlegungen angestoßen, die iCloud auch deutlich kritischer als bisher zu sehen. Also habe ich mich grundsätzlich nach Alternativen umgesehen und auch nach Möglichkeiten, Lieblingsfotos zu präsentieren. Super überzeugend wirkte zunächst koken auf mich. Einfach zu bedienen, kostenloses Lightroom-Plugin und sogar die Möglichkeit, wenn man möchte doch noch was schreiben zu können. Abgesehen davon, dass das Projekt einer unsicheren Zukunft ins Auge blickt, läuft das Backend bei mir nicht fehlerfrei. Weder in Chrome noch in Safari.

Heute morgen dann ein weiterer Wow-Moment. Lychee. Sieht auch super aus, auch wenn ich die Bilder selber hochladen müsste. Ob es die Lösung ist, muss ich in den kommenden Tagen einfach mal ausprobieren. Ein paar Funktionen wie zum Beispiel das Anzeigen der Fotos auf einer Karte fehlen mir — wozu mache ich mir denn die Mühe, die Bilder mit Koordinaten zu versehen.

Weitere Alternativen, die zudem auch noch einigermaßen hübsch aussehen, habe ich nicht gefunden. Es ist zum Mäuse melken. Bei mir löst das auch ein Déjà-vu aus. Vor langer Zeit hatte ich genau das Problem was mich dann zu meinem ersten eigenen WordPress Plugin führte. Die alte Geschichte müssen wir hier an dieser Stelle nicht aufwärmen. Anmerken möchte ich lediglich in diesem Zusammenhang, dass es mangels überzeugender Alternativen letzten Endes wieder auf eine Galerie mit WordPress hinauslaufen wird.

Dafür sprechen aus meiner Sicht, trotz des höheren Aufwandes, mehrere Gründe. WordPress ist zuverlässig. Hier muss ich mir keine Gedanken machen, ob es WordPress in ein paar Jahren noch geben wird. Sollte es dennoch damit mal bergab gehen, habe ich ganz andere Probleme als nur ein paar Fotos. Für WordPress kann ich selber Hand anlegen, wenn ich etwas benötig was nicht als fertige Lösung zur Verfügung gestellt wird — und es gibt eine Menge Plugins und Themes für WordPress. Zu guter Letzt gibt es auch noch ein Lightroom-Plugin für WordPress.

Mal sehen, wo mich das alles hinführen wird. Über sachdienliche Hinweise in den Kommentaren würde ich mich auf jeden Fall freuen.

Nachtrag: Quasi während des Schreibens dieses Artikels habe ich mit Lychee erste Schritte unternommen. Das Ergebnis findet sich an dieser Stelle.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren