Jakobsweg reloaded

Jakobsweg reloaded

Anders als ursprünglich erwartet komme ich nicht so schnell dazu, alle bereits erwanderten Strecken bei Wandersehnsucht einzustellen. Beim Kölnpfad stellte ich bereits fest, wie wenig mir die Strecken noch in Erinnerung sind. Dabei sind wir einige der Strecken sogar schon mehrfach gelaufen — zudem habe ich hier noch den Vorteil, mich aus meinen eigenen Blogtexten bedienen zu können.

Bei anderen Strecken fehlen mir dagegen die Aufzeichnungen, lediglich Fotos sind vorhanden und eben die aufgezeichnete Route — wobei das streng genommen ein Track ist. Für meine bessere Hälfte und mich steht daher bereits jetzt schon fest, dass wir die Strecken noch mal wandern werden. Diesmal werde ich mir allerdings direkt Notizen machen. Besonders wichtig ist das beim Jakobsweg von Köln nach Aachen, wo mir keine Sekundärliteratur vorliegt und ich zudem ziemlich modifiziert habe.

Streckenplanung mit Bahnhöfen
Streckenplanung mit Bahnhöfen

Im Gegenzug bin ich auf die sechs Etappen aber auch besonders stolz, denn diese lassen sich allesamt als Tagesausflug bewältigen, jedesmal mit Anreise von Köln aus und Rückfahrt in die Domstadt. Die Strecken beginnen und enden immer an einem Bahnhof. Für mich war das auch eine der Gründe für das Projekt Wandersehnsucht.

Wie bereits am Mittwoch geschrieben, bin ich mittlerweile Besitzer eines Navigationsgerätes von Garmin. So langsam bekomme ich auch raus, wie ich es an meine Bedürfnisse anpassen kann. Dazu gehört für mich auch die Routenplanung mit BaseCamp. Die letzen 48 Stunden waren für mich eine richtige Offenbarung, denn die Art wie sich Inhalte in der Software organisieren lassen, geht weiter über das hinaus, was ich bisher online von komoot und offline von Trailrunner kannte. Ordern mit Unterordnern, Listen mit Streckennetzen und vor allem die Festlegung von eigenen Wegpunkten. Auch wenn nur eine überschaubare Anzahl von Symbolen zur Verfügung steht, reicht das schon aus, um für Bedürfnisse etwas großartiges anzulegen: eine Übersicht der Bahnhöfe und Haltepunkte von öffentlichen Verkehrsmitteln.

Im Prinzip kann man die auch auf der Karte suchen und finden, aber als eigene Wegpunkt stehen sie auch in jeder Zoom-Stufe zur Verfügung. Da sie zentral abgelegt werden und bei einer Neuplanung ein Alias erstellt werden kann, lässt sich so bei jeder Region schnell erfassen, ob und wie eine Wanderstrecke zu planen ist.

Wenn ich dann wie im letzten Jahr von Bahnhof zu Bahnhof plane, geht das jetzt wesentlich schneller. Zusätzlich sehe ich immer auch alle Teilstrecken und zusätzliche Bahnhöfe, falls es aus Gründen nötig wird, die Etappe abzukürzen.

Auch wenn ich noch keinen einzigen Meter mit dem Gerät selber gewandert bin (was hoffentlich bei besserem Wetter bald der Fall sein wird), möchte ich es schon jetzt nicht mehr missen. Das Zusammenspiel bei der Planung ist perfekt, einzig störend finde ich den ziemlich hohen Speicherverbrauch (von den angeblich 8 GB die das Gerät hat, stehen derzeit nur noch 3,8 GB zur Verfügung und auch nur deshalb, weil ich sämtliche Demo-Daten so wie Osteuropa-Karte gelöscht habe. Unklar ist mir auch, warum es zwar einen Ordner für eigene Wegpunktsymbole auf dem Gerät gibt, diese Funktion aber derzeit nicht zu funktionieren scheint.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren