Es ist zu Ende gesungen

Es ist zu Ende gesungen

Überschriften in denen eine falsche Aussage steckt, sind eigentlich keine gute Zier für einen Artikel. Das Lied von Eis und Feuer ist soweit die Fans wissen, noch nicht zu Ende. Wir hoffen alle auf eine Fortsetzung, im Glaube, dass irgendwann alle losen Enden zusammengeführt werden.

Wie dem auch sei, meine Reise ist genau heute an ihr vorläufiges Enden gelangt. Band 10 der deutschen Ausgabe liegt nun auch hinter mir. Alles begann im vergangenen Sommer, nach dem meine Frau und ich die letzte verfügbare Stafel von „Game of Thrones“ zu Ende gesehen hatte. Ich wollte unbedingt die Buchvorlage lesen, auch um den Unterschieden zu Serie auf die Spur zu kommen. Seit dem Sommer habe ich (bis auf wenige Ausnahmen) nichts anderes mehr gelesen. Während ich bis Mitte November noch auf der Fahrt ins Büro Zeit für die Süddeutsche Zeitung reserviert hatte, verzichtet danach darauf, um mich komplett auf die Saga zu konzentrieren. Gelegentlich vertiefte ich mich auch zu Hause, an verregneten Wochenende wie heute in die Bücher. Zehn Bände, rund 800 Seite pro Band, macht etwa 8.000 Seiten insgesamt. Bei ebooks ist das immer etwas anders zu rechnen, aber in digitale Form war das für mich die einzige Möglichkeit, so viel Lektüre mit mir herumzuschleppen während meiner Zugfahrten.

Alexas_Fotos / Pixabay

Viel zu Ergänzen nach meine Zwischenfazit im November gibt es eigentlich nicht — süß, dass ich zu diesem Zeitpunkt nach an einen richtigen Winter glaubte.

Ab dem fünften Band (deutsche Ausgabe) werden die Unterschiede deutlicher, gerade in den letzten drei Bänden hatte war ich richtig froh, so lange durchgehalten zu haben, obwohl mir doch vieles bekannt vor kam. Über Strecken war die Vorlag langatmig, die Anzahl der Figuren stand (und steht immer noch) in Konkurrenz zum Telefonbuch. Die Kunst der Serie bestand darin, Dinge besser auf den Punkt zu bringen, Wichtiges von Unwichtigen zu trennen.

Ein paar Handlungsfäden und Nebengeschichten sind es aber wert, sie kennen zu lernen. Es vertieft die Story, man taucht intensiver in die Welt ein. Für mich ist das allerdings auch heute der größte Schock. Mit dem letzten Band verlasse ich diese Welt, viele Fragen bleiben offen. Katerstimmung.

Im großen und Ganze, für diejenigen, die nach wie vor noch nicht die Bücher gelesen haben, stellt sich die Frage, ob es sich lohnt.
Während man als Leser von einige Figuren erfährt, die es anders als in der Serie noch geschafft haben zu überleben, sterben andere (oder Andere sterben anders), die man gar nicht kannte. Oder es gibt welche, die sich am falschen Ende der Welt befinden. Zum Teil erfährt man auch von Figuren, die es geschafft haben zu überleben, obwohl das im Film nicht deutlich wurde.

Jon Schnee jedoch, der Lord Kommandant der Nachtwache, stirbt. Ähnlich wie in der Verfilmung, aber zu meiner Enttäuschung recht lieblos erzählt. So als ob George R. R. Martin hier eine im lästige Fliege erschlagen hätte.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren