Porsche auf Strom

Porsche auf Strom

In den fünf Jahren, seit dem meine Frau und ich in Köln wohnen, warne wir bisher lediglich zweimal im Kino. Das erste Mal bei „Skifall“. Und das zweite Mal am vergangene Freitag. Ebenfalls ein James Bond Film, diesmal „Spectre“.

Über den Film selber kann man viel sagen — oder auch einfach schweigen. Der Mittelweg ist das, was ich am Wochenende bereits bei Facebook gepostet habe:

„Wir waren jetzt auch im Kino, haben uns den neuen James Bond angesehen. Einfach auch um mitreden zu können.“
„Und?“
„Toller Service mit der Garderobe, das Bier war schön kühl und Fußhocker sind ziemlich bequem.“
„Nein ich meine, wie war der Film?“
„In 19 Tagen ist Weihnachten.“
„Was hat das mit James Bond zu tun?“
„Ich wünsche mir mein Eintrittsgeld zurück.“

Ganz ehrlich, mehrmals hatte ich das Bedürfnis, einfach nach Hause zu gehen. Und dabei bin ich, im Gegensatz vielleicht zu anderen, jemand, der Daniel Craig durchaus für einen guten Bond Darsteller hält. Noch mehr halte ich jedoch Christoph Waltz für einen herausragenden Schauspieler. Daher hat es mich ziemlich betrübt mit ansehen zu müssen, wie lieblos er in „Spectre“ agierte. Fast schien es so, als hätte man allen anderen Darstellern in „Spectre“ angewiesen, maximal ein Viertel ihres Talentes zu verwenden, um Craig nicht die Show zu stehlen.

solart / Pixabay

Wie dem auch sei, es sind schon fast zu viele Worte für einen Film, den ich gerne schnell wieder vergessen möchte. Dabei hilft mir etwas anderes, was ich seit Freitag nicht mehr aus meinem Kopf bekomme. Eine Werbung, die mich beeindruckt hat. Eine, die schon sehr raffiniert ist, wenn sie einen Menschen, der eigentlich kein Auto fährt und autofrei lebt, dazu bringt von einem Auto zu träumen.

Aber es ist schließlich nicht irgendein Auto, sondern ein Porsche. Genauer gesagt Porsche E-Performance. Ein Porsche mit Hybrid-Motor, der auch mit Strom fahren kann. Zwar noch nicht das Maximale, was in der Konzeptstudie vorgestellt wird, aber schon ein große Stück in die Richtung.
Ein Elektroauto mit Porsche DNA — leider geil, wie ich gestehen muss. Preislich ist das Auto jenseits meiner Reichweite, aber Träume, auch wenn sie noch so bescheuert sind, müssen erlaubt sein. Ein Auto mit iPhone-App, über die ich den Ladestand angezeigt bekomme, den Radius für die Ladung und über die sich zeitgesteuert die Klimaanlage ansprechen lässt.

Das Killer-Feature jedoch ist die Farbe. Ein Frühlingsgrün, welches sich auf der Microsite genau so wiederfindet wie auf den Bremssätteln (danke an meinen Kollegen für die technische Erklärung). Très Chic!

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren