Wandern als Plugin

Wandern als Plugin

Am heutigen Freitag ist verschwindet endlich das Baustellenschild 2.0 von der Webseite meines neuen Projekts „Wandersehnsucht“. Viel länger als gedacht habe ich damit zugebracht, wobei die technische Umsetzung wesentlich weniger Arbeit machte als das Schreiben der Texte – und die sind nicht mal alle direkt am Start fertig.

Insgesamt 30 Strecken habe ich in den letzten Monaten erfasst. Die sind dabei auch alle von meiner Frau und mir erwandert worden. Die Strecken sind es auch, die in Bezug auf WordPress spannend sind. Anders als erhofft gab es kein fertiges Plugin, um damit so wie ich mir das vorgestellt hatte Wanderstrecken zu erfassen. Mir wurde dann klar, die Lösung aussehen würde. Die Entwicklung eines eigenen Plugins.

Wandersehnsucht — Schwalben oder Berge?
Wandersehnsucht — Schwalben oder Berge?

Die Entwicklung von Plugins für WordPress liegt bei mir schon etwas länger zurück. Warum überhaupt WordPress, wenn ich doch beruflich hauptsächlich mit TYPO3 unterwegs bin? Nun, in TYPO3 wäre es kein Problem, eine Wander-Extension zu erstellen. So was ist bei mir Routine — nur habe ich einen WordPress Blog und darüber hinaus bereits vor längerer Zeit für mich entschieden, keine eigenen Designs beziehungsweise Templates mehr zu erstellen. Bei TYPO3 müsste ich das auf jeden Fall, während ich bei WordPress auf einen riesigen Pool frei verfügbarer Vorlagen zurück greifen kann.

Da ich was WordPress-Entwicklung anbetrifft wie bereits erwähnt, deutlich aus der Übung gekommen bin, musste ich quasi wieder von vorne anfangen. Vieles hat sich getan. neue Möglichkeiten, mit denen man auch ohne große Programmierkenntnisse WordPress anpassen kann. Selbst kleine eigene Erweiterungen sind längst kein Hexenwerk mehr.

Der magische Schlüssel sind die so genannten Custom Post Types in Verbindung mit Custom Post Fields und Custom Post Taxonomie. Hier gibt es mindestens zwei Wege zum Ziel. Man greift auf fertige Lösungen zurück, die einem das Erstellen eigener Beitragstypen über das Backend von WordPress ermöglichen. Oder aber man fängt bei Null an programmiert alles selber. Egal wie man vorgehen wird, man sollte sich auf jeden Fall mit der gesamten Thematik auseinander setzen. Auch wenn durch hilfreiche Plugins die Erstellung von Custom Post Types zum Kinderspiel wird, bleibt die Darstellung im Frontend letztendlich an einem hängen.

Geht man einen Teil der Strecke zu Fuß, wird man unabhängiger von Plugins. Einen guten Einsteig findet man bei Elmastudio im Beitrag „WordPress Custom Post Types im Einsatz“. Die dort beschrieben Vorgehensweise hat allerdings einen erheblichen Nachteil. Geht man den Weg über die Datei functions.php seines aktiven WordPress Themes, steht der darüber konfigurierte Custom Post Type nur dann zur Verfügung, wenn genau dieses Theme aktiv ist. Besser ist es daher, ein seitenspezifische Plugin zu benutzen. Das ist einfach als es sich anhört, denn im Prinzip wird nur der Rumpf eines regulären Plugins benötigt. Beschrieben hat das unter anderem der Kulturbanause (der sein Log mal überdenken sollte, bevor ihn DEVONtechnologies abmahnt).

Eigene Felder für die Datenerfassung (Custom Post Fields) lassen sich auch, wenn man schon dabei ist, über das eigene Plugin realisieren. Bequemer ist es an dieser Stelle jedoch, wenn man auf Hilfsmittel wie Advanced Custom Fields zurückgreift.

Bei der Erstellung der für Wandersehnsucht benötigten Plugins war ACF eine große Unterstützung.

Wer sich intensiver mit der Thematik auseinandersetzen will, sollte sich in jedem Fall Pods und Piklist ansehen. Für meine Zwecke reichte die Kombination von ACF mit einem eigenen, einfachen Plugin vollkommen aus.

Nachtrag: Bevor jemand auf die Idee kommt zu fragen, nein, ich werde nie wieder ein Plugin kostenlos zum Download anbieten. Man sehe mir das „aus Gründen“ nach.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren