Apple Watch — eine zweite Meinung

Apple Watch — eine zweite Meinung

Nach wie vor bin ich noch immer nicht im Besitz einer Apple Watch — ein Umstand, der auf absehbare Zeit unverändert bleiben wird. Gründe dafür gibt es viele, es fängt für mich bereits damit an, dass das Ding von Apple quadratisch ist, während meine Vorstellung von einer Uhr in Richtung rund gehen. Wobei so was auch immer sehr subjektive Einstellungen sind.

Meine Frau dagegen hat eine Apple Watch, seit der zweiten Lieferwoche. Noch ist es ihrer Meinung nach für sie zu früh, eine abschließende Meinung über das Gadget zu treffen — was mich aber nicht davon abhält, eine zweite, unabhängige Meinung vorzubringen.

Alles was ich in Bezug auf die Apple Watch zu sagen, beziehungsweise zu schreiben habe, bezieht sich dabei aus Beobachtungen. Erfahrung aus zweiter Hand, wenn man so will.

charlie0111 / Pixabay

Die Uhr welche sich gelegentlich (wenn sie nicht gerade auf der Ladestation ruht) am Arm meiner Frau befindet, ist ein schwarze Sport Watch Model. Bei einer Sport Watch, der Begriff legt es schon nahe, denkt man sofort an Aktivitäten. Dabei wird nicht wenige davon überzeugt sein, dass die Uhr von Apple genau dafür auch ausgelegt sei. Nun ja, dass ist so nicht ganz richtig. Vor allem hängt es davon ab, über welche Art von Sport man redet.

Der Idealtyp Uhrträger ist für Apple möglicherweise ein Büromensch, der morgens eine halbe Stunde joggen geht, dann mit dem Fahrrad zu Arbeit fährt, sich tagsüber via Uhr darüber informieren lässt, welche Meldungen er gerade verpasst, weil er sich zwei Meter vom Computer entfernt hat und der Abends möglicherweise auch noch irgendwas mit Sport macht — sofern es nicht zu lange dauert. Mit so einem Profil reicht der Akku sicherlich über den Tag aus. Bei allem Maßhalten. Ob man das bereits Sport nennen sollte, überlassen ich an dieser Stelle anderen.

Kommen wir aber zu dem, was ich unter sportlichen Aktivitäten verstehe. Wie häufiger hier im Blog berichtet, wandere ich gerne und viel. Als Wandern würde ich persönlich keine Strecken bezeichnen, die unter 10 Kilometer liegen. Mindestens 1,5 Stunden sollte man schon unterwegs sein, 5 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit angenommen. Über diese Art der Definition kann man trefflich streiten, aber lassen wir sie doch einfach mal so stehen.

Zum Wandern, so wie meine Frau und ich es im zurückliegenden Urlaub betrieben haben, ist die Apple Watch alles andere als geeignet. Die Uhr wurde von meiner Frau lediglich dazu genutzt, ihre Aktivität aufzuzeichnen, so dass wir unterwegs auch einen Hinweis nach jedem Kilometer bekamen — praktisch um notwendige Pausen nicht zu vergessen. Nach fünf Stunden wollte die Apple Watch dann regelmäßig in die Gangreserve schalten. Strecken über 24 Kilometer sind entsprechend nicht geeignet. Wohlgemerkt, die Navigation selber habe ich mit meinem iPhone gemacht. Währe die Uhr auch dafür noch verwendet worden, hätte sie mit ziemlicher Sicherheit deutlich früher schlapp gemacht. Applikation wie die von komoot ergeben daher auf der Apple Watch für mich keinen Sinn. Für mich ist die Apple Watch eine Sportuhr, die nicht für den Sport geeignet ist. Ein nettes, überteuertes Gimick, mehr nicht. Witzig auch die Benachrichtigungen bei eingehen E-Mails. Was hat man davon, wenn man gerade in beiden Händen Treckingstöcke hat, weil die Strecke extrem steil ist und rechts von einem der Abgrund lauert? Mal kurz schauen macht man dann garantiert nur ein Mal.

Meiner Meinung ist die Apple Watch nett, aber nicht nützlich. Das lasse ich jetzt so einfach mal als Fazit stehen — ist aber eben nur meine Meinung, aus zweiter Hand wie bereits erwähnt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren