Sommerkochen

Sommerkochen

Auf die Frage, wie ich mit der Sommerhitze der letzten Tage umgehe, gibt es im Grunde genommen nur eine Antwort: gar nicht. Am liebsten würde ich an solchen Sommertagen mit der Matratze vor dem offenen Kühlschrank kampieren. Ökologisch natürlich unverantwortlich und auch ziemlich gefährlich, weil man in Reichweite von kalten Bier, an das man ohne körperliche Anstrengung gelangt — lassen wir das, man kann sich vorstellen, worauf so was hinauslaufen würde. Kurzum, ich leide bei solchem Wetter.

Skitterphoto / Pixabay

Mein Kopf ist genau so schwer wie sonst auch, nur das die Gedanken wie ein Strom von Marmelade gemächlich dahin fließen. Wenn überhaupt irgendein Gedanken im Gehirn entsteht. Trägheit von Körper und Geist, besonders schlimm in einer Großstadt wie Köln, wo sich die Hitze staut und es eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis sich die Temperaturen wieder abkühlen. Selbst ein heftiger Regenguss reicht nicht aus, mitunter wird es sogar noch schlimmer, wenn das Wasser verdunsten. Willkommen im Tropenhaus!

Den Tag mit ernsthafter Beschäftigung herum zu bekommen, daran brauche ich für meinen Teil gar nicht zu denken. Muss ich auch nicht, denn es gibt trotz der Sommerhitze noch genügend andere Dinge, mit denen man sich die Zeit vertreiben kann — so bleibt dann auch wenig Gelegenheit für Wehmut, angesichts der ungewanderten Strecken.

Ideal sind meiner Meinung nach Brettspiele, die gemütlich dahinplätschern, keine komplizierten Regeln haben und trotzdem noch über ein gewisses Niveau verfügen. Aus diesem Grund spielen DER CHEF und ich schon seit ein paar Stunden McMulti. Eine Neuauflage von Pegasus, ursprünglich erschien das Spiel in den 70er Jahren. Mitunter merkt man es ihm an, denn es fehlt das Tempo, was spiele aus diesem Jahrtausend innewohnt. Trotzdem ist das kein Makel. Ein zugängliches Wirtschaftsspiel, zudem auch noch eins, wo man als Ölbaron agieren kann, mehr brauche ich nicht bei dem Wetter. Abgesehen natürlich von frischer selbstgebackener Pizza und einem guten italienischen Rotwein.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren