Dem Müller sein GPS

Dem Müller sein GPS

Nach den ersten fünf Monaten in diesem Jahr zeichnet sich ganz deutlich ab, dass meine Frau und ich deutlich mehr wandern. Deutlich mehr auf jeden Fall als die Jahre davor. Das hat bei mir einen höheren Einsatz des iPhones, welches wir zur Navigation verwenden, zu Folge.

Ohne nachzuladen komme ich auf etwa fünf Stunden. Verzichte ich darauf, unterwegs noch Fotos zu machen, dürfte es wohl etwas länger. Ohne Fotos ist das Wandern zwar möglich, aber zumindest ich möchte hinterher auch etwas vorzeigbares haben (auch für meinen Instagram-Account). Mit dem Zusatzakku ist das alles kein Problem, sofern ich nicht vergessen habe, ihn vorher aufzuladen. Mittlerweile ist mir allerdings klar geworden, dass nicht alles, was geht, auch wirklich sinnvoll ist.

PDPics / Pixabay

Klar kann mein iPhone die GPS-Navigation und das Aufzeichnen der Strecke übernehmen. Mit komoot geht das ziemlich gut. Das ersetzt aber kein echtes GPS-Gerät. Zu dieser Erkenntnis konnte ich mich mittlerweile durchringen. Ein echtes GPS-Gerät für den Outdoor-Einsatz hat als Spezialist für die Aufgabe einige Vorteile.

In den letzten Tagen habe ich mich im Internet schlau gemacht — oder es zumindest versucht. Es gibt eine Menge Geräte von unterschiedlichen Anbietern. Viele Testberichte, bei denen man zum Teil gar nicht weiss, was der Verfasser mitteilen will. Ob die Aussagen wirklich verlässlich sind, erkennt man vermutlich erst, wenn es zu spät ist.

Also habe ich mir eine kleine Anforderungsliste auf Basis meiner Bedürfnisse zusammen gestellt, ausgehend von der Art und Weise, wie ich derzeit navigiere:

  • Farbdisplay
  • auswechselbare Batterien
  • Routingfunktion
  • Wasserdicht
  • Sonnenlicht tauglich
  • einfache Handhabung
  • Software für Mac OS X

Wichtig ist mir in jedem Fall, dass ich mich in Bezug auf die Bedienbarkeit nicht verschlechtere, denn ansonsten bleibt das Gerät nach kurzer Zeit zu Hause liegen und die Anschaffung war dann zwar nicht umsonst, aber vergeblich. Auswechselbare Batterie ist absolute Pflicht, denn ich will ein Gerät, welches länger als zwei Jahre seinen Dienst tut. Außerdem möchte ich in Bezug auf den Stromnachschub flexibler sein.

Mit der Liste im Kopf tat ich gestern das einzig sinnvolle: ich ging hier in Köln zur Globetrotter in die dortige Fachabteilung für GPS-Geräte. Mit dem Mitarbeiter Thomas Schwinges stand mir ein Experte zur Verfügung, der sich Zeit nahm, mir alles ausführlich zu erklären. Und der eine gutes Gespür dafür hatte, mit welchem Gerät ich glücklich werden würde. Seine Empfehlung: das Garmin Oregon 600. Das transreflexive Touchdisplay lässt sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen, mit Basecamp gibt es eine Software direkt vom Hersteller auch für Mac OS X und selbstverständlich lässt sich das Gerät mit handelsüblichen AA-Batterien betreiben.

Das ich das GPS-Gerät spätestens Anfang Juni bei Globetrotter kaufen werden, versteht sich von selbst. Vorab kann ich mir schon Mal überlegen, ob ich nicht an einem Einführungskurs teilnehme. Die Bedienung ist schon etwas anders als eine einfach iPhone App. Dafür habe ich, dank Herrn Schwinges, zum ersten Mal den Unterschied zwischen Track und Route verstanden — ich sollte das mal für Wandersehnsucht im Detail aufschreiben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren