Die Schlacht der fünf Langeweiler

Die Schlacht der fünf Langeweiler

Von Anbeginn der Zeit haben meine Frau und ich gewartet. Gewartet auf den Moment, wo der letzte Teil der Verfilmung des kleinen Hobbits endlich auf Blue Ray erscheint. Zeitgleich ist dann nämlich in der Regel auch der Film bei Apple im iTunes Store ausleihbar.

Im Gegensatz zum „Herr der Ringe“ gehörte „Der kleine Hobbit“ für uns nicht zu den Filmen, die man unbedingt auf großer Leinwand gesehen haben muss. Unsere Skepsis in Bezug auf die Verfilmung näherte sich aus der Tatsache, dass der Hobbit mit geplanten drei Filmteilen genau so lang sein würde wie die Ringsaga. Vergleicht man die Dünne des Hobbit-Buches mit drei Bänden „Herr der Ringe“, zeigt sich deutlich wie groß die Gefahr des Scheiterns ist – selbst für jemand wie Peter Jackson.

yanjing / Pixabay

Wir haben also gewartet und gestern war es dann so weit. Allerdings sind Aussagen wie „das Warten hat sich gelohnt“ wirklich fehl am Platz. nach den ersten 15 Minuten schauten meine Frau und ich uns auf dem Sofa sitzend an. Natürlich waren wir einer Meinung: langweilig. Ehrlich, wir beiden fanden schon nach 15 Minuten „Die Schlacht der 5 Heere“ langweilig.

Die Dialoge sind flach, die Kulissen wirken billig wie die Tricktechnik und die Zwerge sind einfach nur Klischee. Es ist zum Heulen. Bis zum Ende quälten wir uns durch, ein guter Rioja macht selbst so einen Film erträglich. Der erste Eindruck in Bezug auf den Film blieb jedoch. Das Strickmuster ist meiner Meinung nach kurz vor erbärmlich.

Möglicherweise, und das will ich auch gar nicht abstreiten, bin ich derzeit ziemlich verwöhnt von „Game of Thrones“. Eine Serie für Erwachsene, bei der die Dialoge wirklich sitzen. Man könnte die ganze Handlung noch weiter reduzieren und ein Bühnenstück draus machen und es wäre immer noch eine Wonne.

Bei „Die Schlacht der 5 Heere“ gibt es viele Szenen mit billigen Slapsticks, die Aktionen der durchweg zweidimensionalen Figuren sind vorhersehbar. Entweder hat da Jackson auf ganzer Linie versagt oder aber das Buch von Tolkien gibt einfach nicht so her. Einen Supenknochen kann man auch nicht beliebig oft auskochen.

Fazit: Geld sparen, Buch lesen oder direkt „Game of Thrones“ schauen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren