WordPress und Zen-Meditation

WordPress und Zen-Meditation

Kaum ist vergangene Woche WordPress 4.2 erschienen, gab es bereits gestern das erste Update, welches eine Kritische Sicherheitslücke stopft. Als Nutzer der Open Source Software ist man in der Regel gut beraten, wenn man sehr zeitnah ein Update auch durchführt. Auch dann, wenn die Version 4.2 momentan an der einen oder anderen Stellen noch Schluckauf hat.

So schreibt zum Beispiel Vladimir, dass sich seit 4.2 Plugins und Themes in WordPress nicht mehr über das Backend aktualisieren lassen. Mir ist das bisher noch nicht aufgefallen, was aber eher daran liegt, dass ich vor der WordPress Aktualisierung die verwendeten Plugins aktualisiert habe. Bei meinen beiden neuen, auf WordPress basierenden Projekten, erfolgte die Aktualisierung automatisch, aber dort sind fast keine Plugins im Einsatz.

kpgolfpro / Pixabay

Wer ganz dringen Plugins auf den neusten Stand bringen muss, der sollte den von Vladimir beschriebene Lösungsweg nutzen. Allen anderen lege ich etwas ans Herz: abwarten und Tee trinken.

WordPress ist, das sollte man sich noch mal in Erinnerung rufen, eine kostenlose Open Source Software. Software wird von Menschen geschrieben und Menschen machen Fehler. Das ist zwar bedauerlich, aber so ist es eben, das Leben. Mit den Ansprüchen an die Entwickler von WordPress ist das auch so eine Sache. WordPress stellen sie uns kostenlos zur Verfügung. Wer meint, bestimmte Entwicklungen müssten anders laufen oder schneller gehen, für den gibt es einen tollen Link auf der Seite von WordPress.org: Get Involved

Insbesondere wenn man WordPress im kommerziellen Umfeld verwendet, sollt man sich die Frage stellen, was man selber an die Community zurück gibt oder ob man lediglich kostenlose Leistungen anderer „abgreift“ — und diese womöglich auch noch selber den eigenen Kunden in Rechnung stellt. WordPress wäre nie zu dem geworden, was es heute ist, wenn sich nicht weltweit so viele Menschen eingebracht hätten.

Was die Zuverlässigkeit von WordPress angeht, muss ich dafür auch mal eine Lanze brechen. Vor 10 Jahren hat WordPress mein selbstentwickeltes Blog-System abgelöst. Das gelang damals ohne Verlust der Inhalte, die konnten automatisch übernommen werden. Nicht viele Content Management Systeme können so was. Seit 10 Jahre führe ich brav die Updates von WordPress durch. Jedes Mal mit Sicherheitsbackup. Bisher benötigt habe ich das nie. Bisher verlief alles immer fast reibungslos. Selbstverständlich ist da auf keinen Fall. Aus beruflicher Erfahrung mit TYPO3 weiss ich nur zu genau, dass man mitunter bei neuen Versionen alles, wirklich alles neu aufsetzen muss — inklusive des Importes der bisherigen Inhalte, der im Worst Case sogar nur manuell erfolgen kann.

WordPress dagegen läuft. Selbst mein Galerie-Plugin arbeitet noch tadellos. Wenn man also in diesen Tag über WordPress jammert, dann ist das Jammern auf einem verdammt hohen Niveau. Verglichen mit anderen Systemen sind es eher Luxusprobleme. Sicher, es ärgert etwas. Mehr aber auch nicht. Zeit also für eine zweite Tasse Tee.

4 Replies to “WordPress und Zen-Meditation”

  1. Kann ich so unterschreiben. Hab zwar selbst gestern noch ein bisschen rungeheult, weil ich das Update auf 4.2.1 per Hand via FTP machen musste, da sich der automatische Prozess immer aufgehängt hat, aber eigentlich auch nur, weil es bei (allen) anderen lief und bei mir nicht. Kinderkram eben. ;)

    Ansonsten hatte ich seit 2007 auch noch kein wirklich gravierendes Problem, das auf WP zurückzuführen wäre. Wenn mal was war, dann hab ich in der Regel zu mutig „ausprobiert“. :)

  2. Hallo @tboley!

    Ähm…

    „Wer ganz dringen Plugins auf den neusten Stand bringen muss, der sollte den von Vladimir beschriebene Lösungsweg nutzen.“

    Das ist jetzt aber ironisch gemeint, oder? 4.2.1 schließt Sicherheitslücken und nun rate mal, was die meisten Plugin-Updates machen!

    ..

    .

    Richtig, es werden Sicherheitslücken geschlossen! Da ist nichts mit abwarten und Tee trinken, Updates sollten immer zeitnah installiert werden. Alles andere ist grob fahrlässig und gefährdet auch die Besucher des jeweiligen Blogs!

    1. Wenn man das weiss und noch kein WP-Update gemacht hat, sollte man die Plugins vorher aktualisieren. Andernfalls eben manuell. Und vielleicht auch mal darüber nachdenken, weniger Plugins zu verwenden. Jedes Plugin ist ein potentielles Sicherheitsrisiko für eine WordPress-Installation und oft lässt sich die Funktionalität besser und eleganter im Theme selber unterbringen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren