Die Wiederentdeckung der kleinen Bilder

Die Wiederentdeckung der kleinen Bilder

Optimierung ist nicht alles. Zu viele Möglichkeiten sorgen zumindest bei mir für eine Reizüberflutung und letztendlich zu einer Starre. Das erkenne ich ganz gut daran, wie ich Fotos mache und vor allem was ich hinterher damit machen. Angesichts immer neuer Möglichkeiten der Bildbearbeitung, die selbst Anwender wie mir zur Verfügung stehen, kann man Fotos eine Menge machen. Filter anwenden, Helligkeit verändern, Kontrast einstellen und, und und. Im Endeffekt knipse ich und die Bilder landen ohne weitere Bearbeitung auf der Festplatte. Das war es. Immer öfter lasse ich es, trotz der immer dabei Kamera Smartphone, ein Foto zu machen. Einfach nur ein Foto machen ohne weitere Gedanken zu verschwenden an die Bearbeitung. Bilder, die so sind wie sie sind.

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Hier im Blog setze ich nach wie vor für die Seitenleiste auf Instagram — das hat sich bewährt und ist einer der Dienste, die nicht das Schicksal von tadaa teilen. Quadratische Fotos, die sich anlehnen an die eingeschränkten Möglichkeiten, wie sie früher bei analogen Kameras vorhanden waren. Über Karneval bin ich auf Grund einer E-Mail, die einen neuen „Filter“ ankündigte, wieder über Hipstamatic gestolpert. Filter werden hier nicht nach der Aufnahme eines Fotos angewendet, sondern man legt sich vorher fest — und ist dann überrascht, was für ein Bild entsteht.

Gerade diesen Moment der Überraschung übt auf mich einen besonderen Reiz aus. Man weiss vorher nicht, wie das Bild wird. Das macht dann aber auch wieder Lust, einfach zu fotografieren, eine Idee für das zu entwickeln, was Fotografen Motiv nennen.

Als ich am Sonntag mit meiner Frau wandern war, schoss ich mit Hipstamatic eine Menge Foto. Vieles davon wandert in den digitalen Mülleimer, aber es sind auch ein paar Fotos entstanden, die ich wirklich gut finden — so gut sogar, dass ich davon gerne Abzüge hätte (was aber ein anderes Thema wäre).

Andere mögen über diese Art Fotos lächeln oder sich über den Preis aufregen, den zusätzliche Filter kosten. Ich für meinen Teil werde einfach weiter Fotos machen und die Resultate hier im Blog via Instagram einbinden. Der nächste Schritt wäre eine Kamera die so ähnlich funktioniert wie die App. Einfach in der Bedienung, überraschende Ergebnisse.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren