Pegida Pocken

Pegida Pocken

Ende Januar war der Privatmann Sigmar Gabriel in Dresden, zu Besuch bei den selbsternannten Rettern der abendländischen Kultur. Bei dem Treffen mit PEGIDA-Anhängern hat sich Gabriel alles andere als mit Ruhm bekleckert. Wenn wer sich wirklich mit etwas bekleckert hat, dann wohl mit brauner Sauce.

Nach einer Inkubationszeit von mehren Tagen zeigte sich gestern, was sich Bundeswirtschafsminister und SPD-Vorsitzende in Dresden tatsächlich eingefangen hat. In einem Interview mit dem Stern ließ Gabriel folgendes verlauten:

Es gibt ein demokratisches Recht darauf, rechts zu sein oder deutschnational.

Es sieht für mich stark danach aus, als hätte sich der Vorsitzende mit Pegida Pocken infiziert hat. Für mich ist eine solche Äußerung inakzeptabel. Sie wirkt im höchsten Maße verharmlosend. Selbstverständlich sollte und muss man mit den einzelnen Menschen reden und sie bis zu einem gewissen Punkt ernst nehmen. Es gibt allerdings Grenzen. Toleranz darf nicht dazu führen, Menschen die freie Hand zu lassen die dabei sind, genau diese Toleranz abzuschaffen.

Wer denjenigen die Hand reicht, die Sprüche wie „Lügenpresse — auf die Fresse“ oder „Linkes Gezeter — Neun Millimeter“ skandieren, macht sie Salonfähig. Hier muss man kein Verständnis zeigen, sondern strafrechtliche Konsequenzen.

Man muss auch nicht den Leuten nach den Mund reden, die dummes Zeug von sich geben und von „Überfremdung“ reden. Dresden gehört nachweislich zu den Städten mit einem der niedrigsten Anteile an ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Wer Angst vor Islamisierung hat, dem muss man die Angst durch Aufklärung nehmen.

Für mich hat sich Sigmar Gabriel mit seiner Äußerung endgültig für weitere politische Ämter disqualifiziert.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren