Letzte Weihnachten, Szene IV

Letzte Weihnachten, Szene IV

Jeden Tag verschwanden Tiere, aber es wie einen eleganten Unfall aussehen zu lassen, das war die Kunst. Lars studierte anhand der Karte die sich ihm bietenden Möglichkeiten. Da die Sache wohl eilte, hatte sein Kunde die Zeiten, an denen der Hund in der Regel ausgeführt wurde, aufgeschrieben.

Eine gute Gelegenheit wäre der Spaziergang um 16:30 Uhr. Seine Frau würde dann mit dem Hund raus gehen, meistens auch in Begleitung eines der beiden Kinder. Dies sei, so Charles, besonders wichtig, denn nur eines der Kinder würden einen glaubwürdigen Zeugen abgeben. Ihm oder seiner Frau würden weder sein Sohn noch seiner Tochter abnehmen, dass der Hund zufällig unter das Auto gelaufen sei.

Mehrfach ging Lars sein Vorhaben durch, was auch eine Recherche in dem Kölner Vorort, wo Charles wohnte, notwendig machte. Viel Arbeit für wenig Geld, aber notwendig, um auf Nummer sicher zu gehen. Das Haus mit dem Hund, der beseitigt werden sollte, lag an einer leicht abschüssigen Straße. Es waren nur wenige Straßenlaternen vorhanden, wie Lars zur Kenntnis nahm. Später, wenn er mit dem Auto wieder kommen würde, wäre das von Nutzen. Vor allem in Verbindung mit der Uhrzeit. Warmes Wetter im Winter hasste Lars, aber in diesem Fall war er froh, eine Straße ohne Schnee und Eis für seinen Plan zu haben.

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren