Alle guten Fehler sind drei und mal eben

Alle guten Fehler sind drei und mal eben

Seit dem ich mein iPad 3 auf iOS 8 upgedatet hatte, wartet ich auf eine Korrektur der iOS-Version. Durch das Update auf iOS 8 war mein iPad 3 nahezu unbenutzbar. Es hakelte an allen Ecken und Ende, kurzum, es machte keinen Spaß mehr das iPad zur Hand zu nehmen und damit zu arbeiten (ja, ich arbeitet mit dem iPad, auch wenn ich darauf gelegentlich spiele).

ipad mini photo
Photo by Laineema

Am Donnerstag vergangen Woche wurde dann bekannt gegeben, das es diesen Montag (als vorgestern) ein Update geben würde. Mittlerweile skeptisch angesichts Apples Produktpolitik — ich könnte mich lange über das „neue“ iPad Mini 3 aufregen — und Softwarequalität wartete ich zunächst die Erfahrungsberichte anderer ab. Auch wenn man Apple sehr mag, wird man irgendwann doch vorsichtig, zumal das Upgrade auf Yosemite bei meinem Mac Mini zu WLAN-Problem nach dem Aufwachen aus dem Ruhezustand geführt hat.

Gestern Abend, mit etwas Ruhe, entschloss ich mich dann zur Aktualisierung. Drei Geräte hatten diese vor sich. Zuerst mein iPhone 6, bei dem die Prozedur am schnellsten abgeschlossen war. Danach war das iPad 3 dran. Hier dauerte es etwas länger, aber alles lief reibungslos. Meine Hoffnungen erfüllten sich auch, denn iOS 8.1 bringt wieder die gewohnte Geschwindigkeit zurück.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle abbrechen und das letzte aussehende Update verschieben — um den gemütlichen Teil des Abends einzuläuten, wie man so schön sagt. Noch euphorisch vom schnellen Upgrade der beiden anderen Geräte stieß ich den Prozess auf meinem iPad mini an (warum ich zwei iPads habe, ist auch so ein Thema für sich…). Ich ließ das iPad allein, um mich ins Wohnzimmer zu begeben. Zwischendurch stand ich dann mal auf und warf einen Blick auf den Fortschritt des Updates. Ein Warnhinweis, das Upgrade könne nicht durchgeführt werden, weil dem Gerät 1,5 GB freier Speicher fehlen würde. Dabei war die Datei selber nur ein paar MB groß. Nun, mit dem Kopf eigentlich immer noch im Wohnzimmer machte ich mal eben etwas Platz auf dem iPad. Ich kam auf genau 1,5 GB. Die Meldung verschwand und das Update ließ sich starten.

Wieder verschwand ich im Wohnzimmer. Deutlich später, im Glauben, das Update wäre jetzt erfolgreich abgeschlossen, warf ich noch mal einen Blick auf das iPad mini. Auf dem ansonsten schwarzer Bildschirm wurde ein rotes rundes iTunes Symbol und ein Kabel angezeigt. Das iPad befand sich im Wartungsmodus. Schlagartig war der Abend gelaufen, da mir schon schwante, womit ich die nächsten Stunden verbringen würde.

Das Zurücksetzen und Neueinspielen dauert insgesamt 1 Stunde. Anschließend konnte die Wiederherstellung aus dem iCloud Backup beginnen. Von denen zur Verfügung stehenden Backups wählte ich das vorletzte aus, bevor ich zum Zähneputzen ins Badezimmer ging. Bei der linken oben Reihe machte ich mir Gedanken zu meinem nächsten iPad und wie praktisch doch die Wiederherstellung aus dem iCloud Backup sei. Künftig will ich eigentlich nur noch ein iPad haben. Dann tauchte die Frage auf, woher iOS auf dem neuen iPad eigentlich weiss, welches iCloud Backup verwendet werden soll, als das von meinem iPad mini oder das von meinem iPad 3. Ich kam noch zum ausspucken der Zahnpasta, bevor ich ins Arbeitszimmer stürzte, da mir meine Frage etwas bewusst gemacht hatte.

Natürlich hatte ich das falsche Backup für das iPad mini ausgewählt. Das vorletzte Backup war nämlich das, was iOS vor dem Upgrade des iPad 3 erstellt hatte. Die 30 GB an Apps passen schwer auf das iPad mini mit 16 GB. Daher musste ich den ganzen Vorgang abbrechen, das iPad mini erneut zurück setzen und anschließend das richtige Backup einspielen.

Das letzte Mal sah ich dann um 23:33 auf die Uhr. Über nacht ließ ich das iPad mini alleine, denn die Installation der fehlenden Apps konnte es von alleine, zum Glück. Heute Morgen sah dann fast alles aus wie gestern — die iOS Version wurde wie ursprünglich geplant mit 8.1 angezeigt.

Nach wie vor hoffe ich, eines schönen Tages aus den Fehlern gelernt zu haben und nie wieder etwas „mal eben“ zu machen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren