Über das Wetter reden

Über das Wetter reden

Wenn man in einem normalen Gespräch an einen gewissen Punkt angelangt ist, redet man über das Wetter. Fest im Glauben, es wäre allemal besser, als einfach zu schweigen. Dabei wäre das dann oftmals angebracht. Ich für meinen Teil bin in meiner Standardkonfiguration jemand, dem Smalltalk nicht liegt — und dann allenfalls als Programmiersprache.

By: Mike PowellCC BY 2.0

Das Wetter ist gleichzeitig auch etwas, an dem wir in 99,8 Prozent der Fälle nichts ändern können.“Et kütt wie et kütt“, steht schließlich auch im Rheinischen Grundgesetzt. Dennoch ist das Wetter eines der ergiebigsten Themen. Mit dem richtigen Hintergrundwissen können nicht nur Meteorologen daraus ein tiefschürfendes Gespräch machen. Während man andere Berufsgruppen juristisch zur Verantwortung ziehen kann (Kunstfehler bei Ärzten, Pfusch am Bau, falsche Beratung bei der Geldanlage etc.) lässt sich über Meteorologen zwar schimpfen, aber Schuld sind sie nie. Das Wetter ist halt das Wetter und trotz modernster Technik immer noch unberechenbar.

Wie sehr das zutrifft, konnte ich in den vergangenen Tagen spüren. Drei verschieden Wetter-Apps zeigten drei verschiedenen Prognosen. Letztendlich traf keine davon zu. Der für gestern angekündigte Regen blieb ein kurzer Schauer (zum Glück). Aus dem Gewitter von heute sind, zumindest bisher, drei Blitze und 20 Tropfen Regen geworden. Mir fällt kein bisheriger Sommer, den ich erlebt habe ein, bei dem das Wetter so schlecht abzuschätzen war.

Über Regen freue ich mich tendenziell, wenn es um das Gießen der Pflanzen auf dem Balkon geht. Stabiles trockenes Wetter hätte ich gerne beim wandern, allerdings auch ohne Temperaturen über 30 Grad. Vermutlich hadere ich derzeit auch mit dem Wetter, weil ich Überraschungen nicht wirklich mag. Besonders keine negativen Überraschungen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren