Eine schwierige Wahl

Eine schwierige Wahl

Am 25. Mai finden sowohl Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen als auch die Europawahl statt. Wenn man die Wahlen ernst nimmt, sollte man sich rechtzeitig vorher darüber informieren, um was es geht und vor allem, welche der antretenden Parteien man wählen könnte. Wobei so eine Wahlentscheidung weniger vom Logo, der Krawatte des Vorsitzenden, der netten Wahlkämpferin am Stand in der Fußgängerzone oder ähnlichem abhängig gemacht werden sollte. Die Programme der einzelnen Parteien finden sich in der Regel auch auf deren Webseite. Die Vielfalt macht es einem dabei nicht einfach. Eine schwierige Wahl.

Bürgerrecht wahrgenommen
Bürgerrecht wahrgenommen

Meine Wahlentscheidung war im Grunde recht einfach, dennoch hatte ich ziemlich Probleme mit der Wahl selber. Hatte? Oben steht doch, die Wahl ist erst am 25. Mai. Stimmt, aber als Briefwähler darf man schon früher seine Kreuze machen. Für die Briefwahl hatte ich mich entschieden, da ich am 25. Mai selber auch Wahlhelfer bin. Durch die Briefwahl vorab ist das etwas stressfreier. Die Stadt Köln hat mir dabei die Entscheidung einfach gemacht, denn auf der Wahlbenachrichtigung gab es einen QR-Code. Den musste man nur scannen, sein Geburtsdatum bestätigen und schon wurden einem die Unterlagen nach Hause geschickt. Theoretisch zumindest.

Am 10. Mai hatte meine Frau, die ebenfalls Briefwahlunterlagen beantragt hatte, ihre beiden Umschläge (Kommunalwahl und Europawahl jeweils getrennt) im Briefkasten. Dabei waren sie vollständig im Kasten. An dem Tag war das auch die einzige Post, die wir bekamen. Der Briefkasten war also durchaus nicht überquellend voll. Das muss man extra betonen, um das Weitere zu verstehen. Die Unterlagen „Kommunalwahl für mich steckten lediglich zu einem Drittel im Briefkasten und waren von außen zugänglich. Vom Umschlag für die Europawahl fehlte jede Spur. Der tauchte auch nicht später auf.

Am selben Tag wie meine Frau habe ich die Unterlagen zur Briefwahl beantragt. Am vergangen Samstag sind uns die Unterlagen beide zugestellt worden. Dabei lagen die Unterlagen „Kommunalwahl“ und „Europawahl“ für meine Frau vollständig im Briefkasten. , ohne das der Briefkasten selber zu voll gewesen wäre. Die Unterlagen zur Europawahl fehlten vollständig. Sie trudelten auch nicht ein paar Tage später ein.

aneidesstatt

Darüber, was mit meinen Briefwahlunterlagen passiert ist, kann man nur spekulieren. Fest steht meiner Meinung jedoch, dass der oder die Zusteller(in) fahrlässig gehandelt hat. Mit dem Team der Stadt Köln, welches für die Organisation der Wahl zuständig ist, hatte ich in den vergangenen Tagen per E-Mail Kontakt. Am Freitag bekam ich, nach dem wir noch etwas gewartet hatten, da für die Wahlunterlagen zwei verschiedenen Druckereien beauftragt wurden, per Mail eine Versicherung an Eides statt zugeschickt. Bürgerfreundlich konnte ich diese auch wieder per E-Mail zurück schicken (ausdrucken, unterschrieben, einspannen). Minuten später bekam ich dann die Bestätigung, dass die Unterlagen rausgehen würden.

Am vergangenen Samstag hatte ich dann endlich meine Wahlunterlagen für die Europawahl im Briefkasten. Diesmal richtig zugestellt. Anständig ausgefüllt und zugeklebt. Wobei die Gummierung wirklich einen furchtbaren Geschmack hinterlässt – hoffentlich ist das kein Omen für die Wahl.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren