Internationales Limetten-Kartell

Internationales Limetten-Kartell

Schuhe. Das wäre eigentlich auch noch heute mein Thema gewesen, als glücklicher Besitzer eines neuen Paars — gestern plauderte ich bereits darüber, wie schwer ich mit dem Kauf tue. Wie so oft kommt es aber anders, als man denkt. Und wie Mann denkt, möchte Frau lieber gar nicht wissen. Aber ich schweife ab.

Original und Fälschung
Original und Fälschung

Bedingt durch den Osterurlaub und die damit entfallenden Zugfahrten verkürzte sich entsprechend auch die Zeit, welche ich täglich mit dem lesen der Tageszeitung verbracht habe. Daher ist ein Artikel aus dem Kölner Stadt-Anzeiger von gestern vollständig an mir vorbei gegangen. Mehr oder weniger zufällig erwähnt ihn meine Frau, ich mit der Zubereitung eines Salats in der Küche stand, eine Limette in der Hand und sie herzlich presste — die Limette, nicht meine Frau. „Hast du gelesen, dass ich den USA Limetten jetzt dreimal so teuer sind?“ Nein, hatte ich nicht gelesen. Ursache dafür soll eine bakterielle Erkrankung der Pflanzen sein, wodurch das Angebot an Limetten aus Mexiko dramatisch gesunken ist. In Mexiko und Teilen der USA gehört die Zitrusfrucht als Bestandteil zu vielen Gerichten (daher kommt sie auch in meinen mexikanischen Salat).

Mittlerweile, auf Grund der zu erwartenden Gewinne, mischen sich wohl auch die Drogenkartelle ein. Vorsorglich habe ich bei meiner Limette noch mal nachgeforscht, sie behauptet, auch nach mehrmaligen unter den Wasserhahn halten, sie käme aus Brasilien. Wobei, auch dar gibt es Kartelle. Ich stelle mir schon die ersten Dealer vor, die umsatteln auf Obsthändler. In hiesigen Bahnhofsgegenden werden dann nachts unter schummrigen Laternenlicht Limetten verkauft, bis die Polizei auftaucht.

Überings, Limetten sind hellgrün. Genau die gleiche Farbe haben meine neuen Schuhe, wo wir dann wieder beim ursprünglichen Thema wären. Allerdings fürchte ich, die Limetten werden mich noch etwas länger beschäftigen. Sollte ich in den kommenden Tagen wider erwarten bei einer Verabredung nicht erscheinen, liege ich vermutlich barfuß in einem Straßengraben, weil jemand im Biounterricht nicht aufgepasst hat und meine Schuhe mit Limetten verwechselte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren