Zusammen sammelt man mehr

Die Finanzierung einer Idee, eines Produktes oder Projektes verbreitet sich zunehmen und hat längst das angestammte Hipster-Biotop verlassen. Inzwischen werden über das so genannte Crowdfunding unter anderem Bücher, Brettspiele, Festivals oder auch Startups finanziert. In der Regel investieren die Menschen, die sich auf Crowdfunding-Plattform zusammen finden in Dinge, auf die eine oder andere Weise glauben. Oft kennt man die Menschen hinter dem Projekt nicht vertraut ihnen Geld allein auf Grund eines Videos, ein paar Bildern und etwas Information an. Nur in wenigen Fällen fließt das Geld in etwas, was sich im eigenen Umfeld befindet.

Kampagnenfoto allzesamme
Bild: Kölner Bank

Genau diesen Aspekt greift die neue Crowdfunding-Plattform der Kölner Bank e.G. auf. Es ist eine Plattform für gemeinnützige soziale, karitative und kulturelle Projekte und Initiativen aus Köln. Der Name, all zesamme, ist passend gewählt. Er bringt nicht nur zum Ausdruck, worum es geht, sondern schafft auch den lokalen Bezug zu Köln. Von Spielzeug für die Kinderbetreuung bis zur Modernisierung der Geschäftsstelle eines Bürgervereins ist vieles denkbar, was durch Crowdfunding finanziert und ermöglicht werden kann.

Auf der Webseite www.all-zesamme.de lässt sich sowohl ein Projekt unterstützen als auch ein Projekt einreichen. Bevor das erste Geld fließt, muss ein Projekt zunächst genügend Menschen überzeugen und „Fans“ bekommen. Danach besteht drei Monate Zeit, um das Spendenziel zu erreichen. Die Abwicklung läuft dabei über die Kölner Bank.

Das Ganze wird noch mal hier in einem Video vorgestellt:

Bisher findet man auf der Webseite nur drei Projekte, die sich vorstellen und um Spenden werben. Schön wäre es, wenn es viel mehr werden und auch möglichst viele Kölnerinnen und Kölner sich beteiligen. Über all zesamme besteht die Möglichkeit, direkt im eigenen Veedel etwas zu verbessern. Geld für einen Spielplatz zu sammeln, eine Bücherkiste zum vorlesen in der Kindertagesstätte anschaffen, einen Jugendtreff attraktiver machen und und und. Dinge, die sonst nicht möglich wären, weil sie auf andere Art und Weise nicht finanzierbar sind. Da wo die öffentliche Hand nicht einspringt, weil sie es nicht will oder kann, Hilfen sich die Bürgerinnen und Bürger selber. Unbürokratisch, einfach und transparent.

Fußnote: Es gibt hier im Blog eine eiserne Regel in Bezug auf Werbung, die ich an der einen oder anderen Stelle bereits kund getan habe. Ausnahmen mache ich nur bei Produkten, die ich besonders schlecht finde (was nicht als Werbung zählt) oder aber in diesem Fall, wenn mich etwas überzeugt. In beiden Fällen fließt kein Geld.

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