Zwei zum Weg von einem

Zwei zum Weg von einem

Eigentlich völliger Blödsinn die Überschrift, aber was will man erwarten am letzten Urlaubstag. Gerüchten zu Folge soll richtig Erholung erst nach drei Wochen Urlaub einsetzen. Mehr denn je bin ich davon überzeugt, dass da auch was dran ist. Aber zum Thema. Im zurückliegenden Weihnachtsurlaub sind meine Frau und ich zwei Etappen des Kölnpfads gewandert.

Etappe 7 ist uns dabei so gut wie gar nicht in Erinnerung geblieben. Auf den rund zwölf Kilometern habe ich auch so gut wie keine Fotos gemacht. Möglicherweise lag es am etwas trüberen Wetter am ersten Weihnachtsfeiertag. Es kann aber auch gut sein, dass die Strecke wenig zu bieten hat. Wirkliches Highlight war relativ am Anfang ein mitten im Wald stehenden geschmückter Weihnachtsbaum. Kurioserweise befand sich da kein billiger Baumschmuck dran, sondern zum Teil auch Sachen, die bei uns zu Hause hängen. Wir haben den Baum so belassen wie wir ihn vorgefunden haben, hoffentlich zur Freude weiterer Wanderer.

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Konsequent die nächste Strecke in der Reihe wäre Etappe acht gewesen, nur ist die 18 Kilometer lang. Angesichts unseres eher mäßigen Trainingszustandes hielten wir das für unpassend und sind daher wild ans Ende gesprungen. Vergangene Montag stand daher Etappe 11 auf dem Plan, mit gerade mal 9 Kilometer. Das ist eigentlich schon eher ein Spaziergang. Für uns passte das aber von der Länge noch aus einem anderen Grund, denn wir hatten vor, am Nachmittag neue Wanderschuhe zu kaufen. Das macht man bekanntlich mit Füßen, die vorher bewegt wurden.

Die Strecke selber führt von Zündorf den Rhein entlang nach Rodenkrichen und gehört für mich zu einer der schönsten Strecken — auch wenn es bedeutet, dass man bei der Anreise mit dem ÖPNV dafür durch Porz muss. Selbstverständlich hatten wir unterwegs einen Kandidaten für das Nachmittagsprogramm des Privatfernsehens. Übergewichtig, im Trainingsanzug mit Kopfhörern auf laut vor sich hin rappend. Leider war der junge Mann völlig talentfrei.

Auch wenn Rodenkirchen wirklich sehr südlich vom Dom liegt, gibt es doch ein paar Dinge, die einem dort auf Anhieb gefallen. Dazu zählen nicht nur netten Restaurants auf den Schiffen, sondern auch ein REWE-Supermarkt, der mir die Tränen in die Augen trieb. So einen schönen großen Markt hätte ich auch gerne in der Nähe. Ein laden, wo man mehr als eine Sorte Parmesan bekommt.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren