Tage wie dieser

Es gibt Tage, die sich mit aller Gewalt immer wieder gerne in Erinnerung rufen, warum man sie aus tiefsten Herzen hasst. Der Montag ist so ein Kandidat. Eigentlich nicht „der“ Montag, sondern die meisten Tage dieser Sorte.

Man steht auf und hat sofort dieses Gefühl, besser liegen geblieben zu sein. Statt Tee hat man nur heißes Wasser in der Tasse, weil man zwei Minuten lang den Beutel vergessen hat. Die Zeitung ist zwar pünktlich im Briefkasten, aber noch so frisch, dass sich die Druckerschwärze in der ganzen Wohnung verteilt. Und dann kommt die Bahn enorm pünktlich. Ohne Verspätung erreichte ich heute den Essener Hauptbahnhof. An einem Montag. Das Schicksal weiss, wann es besonders gut zuschlagen kann und bringt seine Spieler in Position. Pünktlich im Büro zu sein heisst, sofort mit Kundensupportanfragen überschüttet zu werden.

Üblicherweise hat der Kunden bei dem Problem „nichts gemacht“, es funktioniert nur auf einmal nicht mehr. Nach längerer Suche weiss man dann, warum im RSS-Feed keine Artikel mehr angezeigt werden. Der Kunden hat bei jedem Eintrag das Veröffentlichungsdatum in die Zukunft gelegt. Aber das ist noch harmlos im Vergleich zum Kampf mit Umlauten. Eingestellt war UFT-8, es funktioniert aber nur ISO-8859-1. Selbst über .htacess ließ sich der Server nicht überreden, den richtigen Zeichensatz anzuzeigen.

Kaum vertieft man sich in die Suche nach einer Lösung für das eine Problem, werden schon weiter von eine abgeladen. Eine Suchfunktion, die nicht finden, was sie suchen soll. Kunden, die nicht in der Lage sind, mit extra für sie angelegten Datenbankfelder umzugehen. Beim ersten Blick auf die Uhr sieht man zum erstrecken die Zeiger auf 1 und 6 stehen. In der ersten Teetasse ist noch immer ein ordentlicher Rest drin, zum einem Zeitpunkt, wo normalerweise schon vier Tassen getrunken wären. Wäre meine Laune Wetter, würde es jetzt ordentlich schneien.

Mein Verständnis von Advent ist das von einer besinnlichen Zeit. Nicht von einem Abschnitt im Jahr, in dem plötzlich alle durchdrehen. Leute, es sind nur noch zwei Wochen bis Weihnachten vor der Tür steht. Da kann man auch gerne mal den Fuß vom Gas nehmen.

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