Zieleinlauf im NaNoWriMo

Das A-Team, eine Serie aus der Kindheit. Einer der Figuren mit dem Spitznamen Hannibal brachte immer wieder am Ende einer Folge den einprägsamen Spruch „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“. Der hat nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen, denn auch ich liebe es, wenn wieder einer meiner Pläne funktioniert hat. Wenn ich, wie gestern, geplant die 50.000 Wörter-Grenze des NaNoWriMo überschritten habe. Für mich sind gerade auch beim schreiben die Pläne besonders wichtige. Erst recht dann, wenn sie aufgehen.

Gestern Abend hatte ich das unbeschreibliche Gefühl wieder, wie in den drei vorherigen Jahren. Die Gewissheit, es geschafft zu haben. Zumindest was die Wortzahl angeht, denn fertig ist der Krimi noch nicht. Für mich geht es jetzt darum, das Tempo in den nächsten Tagen noch beizubehalten, nach Möglichkeit auf 65.000 Wörter zu kommen. Dann, den Schwung aus dem November mitzunehmen in die nächsten beiden Monaten, bis der Roman fertig ist.

Leichter fällt das, wenn man sich mit guten Szenen belohnt, so wie heute. Wenn man eine eiskalte Matriarchin zum Leben erweckt, die ihren Sohn vollkommen unter Kontrolle hat — zumindest glaubt sie es. Die sich so sicher in ihrer Rolle ist, dass sie ihrem Sohn beim Essen folgendes an den Kopf wirft.

Damals als ich in anderen Umständen war, hätte ich nach Holland fahren sollen.

Ja, es bereitet mir als Autor ein gewisses Vergnügen, eine Figur auf der anderen so richtig rumtrampeln zu lassen.

Manchmal muss man sich aber auch ganz gewöhnlich materiell belohnen. Seit ein paar Wochen schon spukt eine Idee durch meinen Kopf. Ausgelöst durch das Bedürfnis, anderen Kaffee als bisher zu Hause genießen zu können. Es wurde Zeit für eine Veränderung, für einen Abschied von Cafissimo. Der Kaffee aus ihr schmeckte nie schlecht, aber mir fehlte einfach die Abwechslung. Abgesehen davon mag ich George Clonney.

Zur Belohnung für das erfolgreiche Erreichen der 50k gab es daher ein vorgezogenes Nikolaus-Geschenk, eine Nespresso Pixie. Einwände in Bezug auf die Kapseln nehme ich zur Kenntnis, sind mir aber ehrlich gesagt egal. Die von Nestle bestehen zumindest nicht aus einem Material-Mix wie die von Tchibo. Und nein, Kaffeebohnen sind für mich keine Alternative, selbst wenn sie erheblich günstiger sind, denn ich bin immer noch hauptsächlich leidenschaftlicher Teetrinker. So, jetzt hole ich mir noch einen kleinen schwarzen und schreibe weiter.

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