Der Tunnel am Ende des Lichts

Beim NaNoWriMo gibt es viele magische Momente. Einer davon ist für mich immer der Zeitpunkt, wenn ich die Grenze bei 40.000 Wörtern überschritten habe. Mit einem derzeitigen Stand von 42.625 Wörtern sind jetzt nur noch unter 8.000 Wörter zu schreiben. Selbst wenn der Nieser gerade eben die Rückkehr einer Erkältung ankündigt, ist das zu schaffen.

Wenn man nach hinten blick und sieht, was man bereits alles geschrieben hat, erfüllt sich das Herz mit Stolz. Die Qualen der letzten Tage, das frühe Aufstehen, haben sich also doch gelohnt. Je nach dem, wo man im Plot steht, bedeutet es aber noch viel Arbeit — das es bei mir genau so aussieht, hatte ich bereits angedeutet. Was ich zudem während des Schreibens immer wieder feststelle, sind Lücke im Hinblick auf die Polizeiarbeit. Da wird im nächsten Jahr mindestens ein Gespräch mit einem erfahrenen Kriminalisten nötigt sein (falls jemand einen für mich aus dem Hut zaubern kann, her damit).

Was die Überarbeitung angeht, mache ich mir zwar keine Sorgen. Aber ich ahne bereits, wie viel Arbeit darin stecken wird. Die Überarbeitung ist aber auch noch in anderer Hinsicht ein spannender Punkt, bei dem ich mich zu einer Entscheidung durchringen muss. In diesem nunmehr vierten Jahr NaNoWriMo machen sich, zumindest meine ich es selber zu merken, die bisherigen Erfahrungen bemerkbar. Die Handlungsstränge sind durchschaubarer geworden, die Perspektiven eindeutiger. Zwischendurch kommt daher schon mal die Idee auf, die bisherigen Romane in der Schublade zu lassen und mich ganz auf das neuste Werk zu konzentrieren. Strategisch wüte auch einiges dafür sprechen, einen Kölner bzw. Eifel Krimi voranzutreiben. Der Ausflug an den Niederrhein im Frühjahr dieses Jahr war zwar sehr schön, aber auch zeitintensiver, als wenn ich einfach nur vor die Haustür gehen muss.

Vorerst aber sind noch 11 Tage des Novembers im bisherigen Tempo durchzustehen. Danach gibt es dann noch mehr Tunnel am Ende des Lichts, denn der Krimi ist nicht fertig, wenn die 50.000 Wörter geschrieben sind. Nicht das Ziel ist das Ziel, auch nicht der Weg, sondern ein fertiger Roman

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