Geschenke am achten Tag

Heute sind es bereits acht NaNoWriMo-Tage, die ich hinter mir habe. Nach über einer Woche des Durchhaltens müsste ich mich eigentlich belohnen. Fragt sich nur womit.

Freizeitaktivitäten scheiden aus, denn erfordern zu viel Zeit, die mir dann zum schreiben fehlt. Süßigkeiten machen dick (und abgesehen davon greift man unwillkürlich zu ihnen, wenn sie in der Nähe sind und man sich gerade in seinen Plot vertieft hat). Und Alkohol ist schon mal eine ganz schlechte Idee. Schreiben und Alkohol passen nämlich verdammt schlecht zusammen. Mit steigender Promillezahl trübt sich das Wahrnehmungsvermögen, so dass man zu viel Ausschuss produziert. Es heisst zwar, man soll den inneren Kritiker abschalten, aber nicht ertränken. Zudem gibt es eher negative Beispiel, was die Auswirkungen von Alkohol auf das literarische Wirken angeht. Sicher, Ernest Hemingway hat hervorragende Texte geschrieben. Dafür hat er sich aber auch frühzeitig mit seinem Gewehr das Leben genommen Andere Schriftsteller mit einem Hang zum Drogenmissbrauch sind ebenfalls kein gutes Vorbild.

Bleibt also nur der normale kapitalistische Konsum. Einfach  sich selber mit einer Kleinigkeit beschenken. Anregungen genug findet man derzeit in der Tageszeitung. Die Beilagendichte kündet von der Bevorstehenden Weihnachtszeit. Für einige der beworbenen Sachen dürften die meisten allerdings zu alt sein. Der Prospekt von „Galeria Kaufhof“ aus dem Kölner Stadt-Anzeiger gestern bewarb Kinderspielzeug. So befand sich auf der Titelseite die große Schule von playmobil. Insgesamt 24 Seiten für große stauende Kinderaugen. Mich hat das sofort an früher erinnert. Von vedes gab es damals immer einen DIN-A5 große Katalog, fast so dick wie ein Taschenbuch. Nach den Herbstferien war das immer die Lektüre unter uns Schülern. Besonders fasziniert hatte mich immer die Dampfmaschine, die es allerdings nie unter den Weihnachtsbaum schaffte. Vermutlich lag das an den Erfahrungen, die Eltern mit mir gemacht hatten, nach dem ich einmal zu Weihnachten den Kosmos Chemiekasten bekommen hatte. Der stand auch im vedes-Katalog.

Auf der Webseite von vedes findet man eine digitale Version vom „Buch der Wünsche“. Den Reiz des gedruckten Katalog kann das allerdings nicht ersetzen. Mich führt das wieder zurück in die Gegenwart. Den Chemiekasten von Kosmos gibt es immer noch. Nach wie vor übt so was auf mich eine magnetische Anziehungskraft aus (obwohl es ja um Chemie und nicht um Physik geht). Wobei, passend zum Krimi schreiben wäre ein Spurensicherungskasten. Ich glaube muss mal eben einkaufen gehen.

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