Wie Netzpolitiker den Weltuntergang beschlossen

Wir alle kennen den Spruch, der dümmste Bauer habe die dicksten Kartoffeln. Lassen wir das erstmal so dahingestellt. Tatsache ist, auf diese Weise wird die Nahrungsversorgung unseres Landes gesichert.Damit die Bauern auch schön dumm bleiben, gibt es  auf dem Land wenig Ablenkung. Schon mal versucht, von dort aus die richtig tollen Seiten im Internet aufzurufen? Na bitte.

Was einem Bauern ansonsten so über bleibt, ist naheliegend. Und da außer der Schwester oder Mutter nicht viel greifbares weibliches zur Verfügung steht — wir wissen, worauf so was hinausläuft. Inzest macht dumm. Und damit sind wir wieder bei den Kartoffeln. Der Kreis schlicht sich und sorgt für die Ernährung der mit High Speed surfenden intelligenten Stadtbevölkerung.

Mit dem gezielten Ausbau des Breitbands auf den Land wird alles anders. Und wir hätten bereit sein sollen. Schnelles Internet für den Bauern, statt verdummenden Fernsehformate, in denen jemand an seiner Seite gesucht wird, der blöd genug ist, sich freiwillig die ganze Arbeit auf dem Bauernhof aufzuhalsen.  Durch das Internet hat der Bauer nicht nur viele neue Ablenkungsmöglichkeiten, für die er nicht mehr ins Bahnhofsviertel der nächsten Großstadt schleichen muss, sondern kann sich auch eine andere Frau suchen. Rein virtuell, manchmal sogar real und möglicherweise auch eine kluge Bäuerin aus einer anderen Region. Die zieht dann zu ihm aufs Land.

Frisches Blut für den Nachwuchs. Vorbei mit dem dümmsten Bauern. Und damit auch mit den dicksten Kartoffeln. Je besser die ländlichen Regionen an das Internet angeschlossen werden, desto kleiner werden die Kartoffeln. Bis wir dann in den Städten vor Hunger umkommen. Und das nur, weil ein paar Netzpolitiker den Breitbandzugang für alle beschlossen haben.

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