Normseiten mit Scrivener

Normseiten mit Scrivener

Das Thema Normseite und Scrivener hat mich seit meinem Artikel dazu aus der Reihe Scrivener für Umsteiger weiter beschäftigt. Meine bisherige Vorgehensweise, den Text in ein OpenOffice Dokument zu kopieren, erschien mir einfach nicht elegant genug.

Das kann unmöglich der Weisheit letzter Schluss sein, ging es mit andauernd durch den Kopf. Mittlerweile habe ich mir ein paar Konvertierungsmöglichkeiten angesehen, die abgesehen von unterschiedlichen Ergebnissen eines gemeinsam haben: sie sind viel zu kompliziert. Als Autor möchte ich mich aufs schreiben konzentrieren und keine Textverarbeitung neu programmieren. Mittlerweile habe ich einen einfach und nachvollziehbaren Weg gefunden. Der besondere Reiz an ihm liegt darin, dass er die ganze Zeit vor mir gelegen hat. Es ist schon komisch, wenn man als Autor viel, sehr viel Text schreibt, aber nicht die Geheimnisse der Textverarbeitung kennt – aber gut, ich schreibe schließlich hauptsächlich mit Scrivener und nicht mit Open Office bzw. LibreOffice.

Der Weg zu einer Normseite starte zunächst wieder in Scrivener mit den bereits beschrieben Möglichkeiten für die Kompilierung. Bei „Compile For“ wird jedoch „Open Office (.odt) als Zielformat gewählt. Scrivener stellt dann das Manuskript in diesem Format zur Verfügung. Um draus eine Normseite zu machen, lädt man sich die entsprechende Vorlage aus dem literaturcafe.de. Dann wird die Vorlage in Open Office geöffnet. Am besten passt man dann sofort die Fußzeile an und trägt dort seine eigene Daten ein. Dann wird die Vorlage als solche über das Menü „Datei“, „Dokumentvorlage“, „Speichern“ gesichert (die genaue Vorgehensweise wird im OpenOffice.org Wiki beschrieben). Anschließend kann man die Normseitenvorlage schließen und das aus Scrivener heraus herstellte Dokument öffnen. Über den Menüpunkt „Format“, „Formatvorlagen“ lässt man sich das entsprechende schwebende Fenster einblenden. Hinter der kleinen Pfeil ganz rechts versteckt sich die Option „Vorlagen laden“. Diese wählt man an.

Aus den eigenen Vorlagen wählt man die Normseite aus und setzt die Haken unten bei allen Optionen. Dann klickt man auf „OK“. Open Office / LibreOffice wendet dann auf das gesamte Dokument die ausgewählte Formatvorlage an. Somit entspricht der Text schon mal den Anforderungen an eine Normseite.

Optional kann man jetzt noch die Zeilennummerierung für das Dokument aktivieren. Das geht über den Punkt „Extras“ im Menü, wenn man dort die Option „Zeilennummerierung“ auswählt.

Für diejenigen, die im Umgang mit Open Office oder ähnlichen Anwendungen geübt sind, dürfte das alles wenig Neues sein. Für mich jedoch war das etwas, was ich bisher noch nicht kannte – was aber auch dran liegt, dass ich fast nie mit sogenannten Textverarbeitungsprogrammen arbeite. Meine letzten Erfahrungen diesbezüglich stammen noch aus dem Studium, als ich mit Star Writer 2.0 getippt habe – die Box mit den Originaldisketten habe ich noch immer im Regal stehen.

3 Replies to “Normseiten mit Scrivener”

  1. Hallo Du,

    Danke für die Hilfreichen Tips.
    Ich arbeite an meinen Buch Projekt und arbeite gerne mit Scrivener. Jedoch hätte ich am liebsten selbst eine Manuskript Format bei Scrivener eingestellt.
    Dort hat man ja unter „Page Settings“ die Möglichkeit das Einzustellen. Jedoch bin ich noch nicht auf die 30 Zeilen a 60 Zeichen pro Seite durch die Einstellung gekommen.

    Weißt Du zufällig wie man das bewerkstelligen kann?
    Wäre für Rat oder für Tips dankbar.
    Normseite selbst im Scrivener ohne ständiges hin und her zwischen Open-Office oder Word. Irgendwie hab ich bei den Programmen kein gutes Feeling doch jeder nutzt es.

    Gruß Jakob

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren