Vom Umgang mit Autoren

Bedingt durch den Herbst und den damit verbunden NaNoWriMo sind mir ein paar Dinge nicht ganz so bewusst gewesen, über die ich mich nur im Nachhinein ärgere. Einen nicht geringen Teil meiner im diesen Jahr geschriebenen Kurzgeschichten hatte ich zu Wettbewerben eingereicht. Nur bei einem Bruchteil gab es Absagen.

Das bedeutet aber nicht, dass ich bei allen anderen erfolgreich war. Im Gegenteil. Man hat es einfach nichtmal mehr für nötig gehalten, eine Absage per E-Mail zu verschicken. Die Arbeit eine Menschen, an der er mitunter sechs Woche gesessen hat, ist nicht mal eine Minute Zeit wert. So was trifft. Vom Betzdorfer Blutbad gab es keine Absage. Ich habe lediglich aus der Zeitung erfahren, wer gewonnen hat. Den ursprünglichen Plan, die ersten zehn zu veröffentlichen, hat man wohl auch aus dem Auge verloren.

Bei den Kalendergeschichte von Schrot & Korn das gleiches Spiel. Ich gehe mal davon aus, dass kurz vor Jahresende der Kalender gedruckt wurde. Wieder hielt es niemand für nötig, eine Absage zu schreiben. Ein meiner, wie ich finde, sehr starken Kurzgeschichten, „Der böse Wolf“, hatte ich vor Monat für eine Anthologie des Eichenblatt Verlages eingereicht. Weder eine Eingangsbestätigung noch eine Absage. Genauso so hält es auch bei einem anderen Verlag. Dort heisst es auf der Internetseite lediglich, man kämpfe mit der Vielzahl der Einsendungen.

Liebe Verlage, es gibt eine sehr nützliche Funktion, die sich in den Einstellungen eurer E-Mail-Konten nicht mal verbirgt. Das nennt sich „Autoresponder.“ Auch wenn auf diese Weise nur eine formalisierte Antwort nach Posteingang verschickt wird, ist es auch meiner Sicht das Mindeste, was wir als Autoren erwarten können.

Dieses Jahr hatte ich gehofft, zumindest einer meiner Geschichten irgendwo unter zu bekommen, gedruckt zu werden. Keine hat es geschafft. Mich macht das zwar etwas traurig, aber es lähmt mich nicht. Wie im letzten Jahr habe ich wieder meine Texte epubli anvertraut, um einem kleinen Kreis von lieben Menschen zu Weihnachten eine Freude zu machen (hoffe ich zumindest). Anfang des Jahres werde ich mich ernsthaft mit de Gedanken auseinander setzten, dem kleinen Büchlein eine ISBN zu verpassen und es über epubli und amazon zu verkaufen.

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