Bewusst Geniesen

Bewusst Geniesen

Auf einer dieser Bierflaschen heisst es: „Bier bewusst geniessen“. Im Grunde genommen eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen, denn wer bewusstlos ist, kann nichts, auch kein Bier mehr trinken. Wobei man sich manchmal fragt, ob das wirklich so ist.

Wer nach dem ausgefallenen Sommer Richtung Berlin schaut, wundert sich ob so manche Entscheidung dort. Es scheint so, als ob dort zumindest am Rande der Bewusstlosigkeit Politik gemacht wird oder ob der größte Teil der Bundesregierung einfach nur besoffen ist. Da hält sich trotz Abgesang in der Presse der Minister für Fettnäpfchen wacker weiter im Amt, dass einem fast Tränen des Mitleids kommen möchten. Wer ansetzen möchte zur Häme, sollte sich dies vorher gut überlegen. Was aus gewissen Kreisen der CDU zu hören lässt, ist nämlich dazu geeignet, sich über alle Parteigrenzen hinweg doch noch Glück zu schätzen, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel heisst und nicht bereits Ursula von der Leyen, die sich bereist als mögliche Nachfolgerin in Stellung bringt.

Das künftig niemanden mehr ein Licht auf gehen wird über die Zuständen in diesem Land, dafür wird auch wieder fleißig gesorgt. Am 1. September ist der Verkauf der 60 W Glühbirne nicht mehr zulässig. We dann noch Licht brauch, kann zur Energiesparlampe greifen, die am gleichen Tag 25 Prozent teuerer wird. Da fragt man sich doch glatt, was da gespart werden soll. Wobei die Antwort recht simpel ist. Früher haben die Hersteller noch den Anstand besessen, wenigstens etwas zu warten und ihre Gier mit einer beruhigenden Lüge zu kaschieren.

Kein Wunder, dass so manchen Zeitgenosse das dringende Bedürfnis befällt, sich hemmungslos zu besaufen, quasi das Leben in schnellen Zügen runterspülen. Ganz so wörtlich sollte man es dabei jedoch nicht nehmen, zumindest nicht in Hamburg, denn dort ist das Trinken in öffentlichen Verkehrsmitteln künftigt untersagt. Ziemlich ernüchternd.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren