Seifen-Opa

Seifen-Opa

Angeboren ist er nicht, aber auf jeden Fall anerzogen. Mein Drang, mir häufig die Hände zu waschen. Aber was heißt schon häufig. So oft ist das meiner Meinung nach nicht. Sich nach der Benutzung einer Toilette die Hände zu waschen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein.

Dabei ist waschen nicht der eher versehentlich Kontakt der Hände mit Wasser, die man (eigentlich insbesondere Mann) an der Hose abtrocknet. Waschen, so wie ich das verstehe, ist die bewusste Nutzung von Wasser und Seife.

Es gibt auch Situationen, wo es angebracht ist, so was vor dem Gang zur Toilette zu machen. In der Hinsicht möchte ich allerdings nicht so sehr ins Detail, sondern vielmehr in die Breite gehen. So ist das Erste, was ich mache, wenn ich nach Hause oder ins Büro gekommen bin, das Waschen der Hände. Mir ist das ein dringliches Bedürfnis bei dem, was man unterwegs so alles anfasst. Lieber einmal zu viel als zu wenig die Hände waschen.

Das mag insbesondere Mann übertrieben finden. Ich für meinen Teil aber könnte mich jedes Mal übergeben, ich mitbekommen, dass sich mal wieder jemand nicht die Hände gewaschen hat – es sind erstaunliche viele (ich glaube, die Diskussion hatte ich auch schon mal hier im Blog, ich kann mich gerade schwach an einen Kommentar hinsichtlich Erdnuss-Schälchen in Kneipen erinnern).

So, jetzt aber noch flux den Bezug zum Titel herstellen, bevor sich jemand wundert. Da ich in der Kindergartenzeit oft bei meinen Großeltern war, bin ich von ihnen auch ein gutes Stück erzogen worden. „Vor dem Essen Hände waschen“ war etwas, was mir mein Opa und meine Oma eingetrichtert haben. Auch an die Seife meines Opas kann ich mich noch gut erinnern. Im Bad stand nicht nur ein Topf mit sandhaltiger Handwaschpaste, sondern auch ein Stück Fa.

One Reply to “Seifen-Opa”

  1. Ja, ich teile diese Einstellung und wasche mir auch lieber einmal zuviel die Hände. Das andere das seltsam finden, fängt schon bei meinen Nachbarn an. Unsere Kinder sind es gewohnt, sich vor dem Essen die Hände zu waschen. Die Nachbarskinder finden das komisch, das sich unsere immer die Hände waschen müssen. Der Verfall fängt immer bei Kleinigkeiten an…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren