Früher war mehr Lametta

Früher war mehr Lametta

Loriot, Vicco von Bülow, ist tot. Er gehörte zu den wenigen Menschen in Deutschland, die den leisen Humor beherrschten, nicht Witze mit der Holzhammer-Methode unters Volk brachten. Genau beobachtete er die Menschen, zeigte ihre Schwächen, ohne sie bloßzustellen und der Lächerlichkeit preiszugeben.

Mit dem Tod Vicco von Bülow ist einer der Großen von uns gegangen. Nicht nur meiner Generation wird er unvergessen bleiben und in den Erinnerungen weiterleben. Seine Sketche zusammen mit Evelyn Hamann, allen voran „Weihnachten bei Hoppenstedts“, aus dem der Spruch „Früher war mehr Lametta“ stammt, sind auch nach Jahren so frisch und treffend wie am ersten Tag.

In viele Nachrufen werden die biographischen Daten des Verstorbenen aufgesagt, als würde es darum gehen, einen Preis dafür zu bekommen. Für mich ist „Er ließ den lieben Gott einen lachenden Mann sein“ seines Namensvetters Vicco von Bülow, drüben bei evangelisch.de, einer der lesenswertesten. Ein Nachruf, der auch Loriot selber gefallen hätte.

Mir bleibt nur noch eins zu sagen. Leben sie wohl, Loriot! Und danke. Ich werde nicht nur die Ente vermissen.

2 Replies to “Früher war mehr Lametta”

  1. Ach ja,der gute alte Loriot, mich hat sein Tod heute auch traurig gemacht. So einen feinen Humor findet sich selten. Nach einem erfüllten Leben friedlich zu entschlafen, wünsche ich jedem. Trotzdem wird Herr von Bülow fehlen.
    Schön das seine Sketche/Geschichten so herrlich zeitos sind.
    Dank Dir für den Text und den Link zu dem Nachruf.

    Beste Grüße

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren