Die Gurkenkönigin

Der Iran verweigert der Gurkenkönigin den Überflug. Das läge nicht an ihr, bemühen sich Diplomaten eiligst zu behaupten. Nein wirklich nicht, es liegt an ihrem Außenminister und seiner Partei.

Die Angst, sich bei ihm mit Niedergang anzustecken, sei einfach zu groß.Das müsse man verstehen. Dabei soll die EHEC-Infektion nicht auf Gurken zurück gehen. Die Welle der Erreger stamme von woanders. Freispruch also, nicht nur für Kachelmann. Aber wenn bei Übersetzungen schon mal, wie in Köln passiert, aus „Kopfnüssen“ „Kastanien“ werden, dann ist es auch vorstellbar, dass man in Teheran von einem Westerwelle ließt, der in Deutschland bereits für 14 Tote verantwortlich sei. Was aus iransicher Sicht vermutlich nicht so schlimm ist, wie die Tatsache, dass die FDP bei Umfrage unter fünf Prozent liegt. Mit so was will sich keiner anstecken.

Es lauern einfach zu viele Gefahren versteckt in deutschen Supermärkten und Elektrofachgeschäften. Wer nicht vom Gemüse dahingerafft wird, wird sich wohlmöglich Krebs durchs telefonieren holen. Denn wieder heißt es, „Handys könnten Krebs erregen“. Könnten. Möglicherweise. Präzise Aussagen wie diese machen das Leben zum Restrisiko. Möglicherweise gibt es draußen im All doch intelligentes Leben. Ein schwacher Trost für die, die auf der heimischen Erde nicht fündig geworden sind.

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