Gelb in Gefahr

Gelb in Gefahr

Da war ich gestern doch erstaunt bei meinem Blick in die Zeitung. Ich war wirklich davon überzeugt, das Rainer Brüderle „neuer“ Vorsitzender der FDP werden würde nach dem die Ära Westerwelle zu Ende gegangen ist.

Der Brüderle wird statt dessen Vorsitzender der FDP-Fraktion im Bundestag und scheidet als Wirtschaftsminister aus. Sein Nachfolger: Philipp Rösler, der auch zum neuen Vorsitzenden der FDP gewählt wurde. Stellt sich die Frage, was der Mediziner seiner Partei verordnen wird, um aus den Umfragetiefen heraus zu kommen. ein Patentrezept wird es wohl nicht geben.

Vielleicht sollten sich die Liberalen auf ihre Werte besinnen, für die sie mal gestanden haben. Es gibt da jemanden, der in diesen Tagen 90 Jahre alt geworden ist und der dazu eine Menge sagen könnte. Die von mir sehr geschätzte Hildegard Hamm-Brücher steht für mich wie nur wenige andere für politische Werte. Für Werte, die auch noch in der heutigen Zeit Menschen aus ihrer angeblichen Politikmüdigkeit reißen können.

Sein wir ehrlich, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sind nicht politikmüde, sie sind nur verdrossen. Abgeschreckt von Parteien wie die FDP, die gefühlt nur noch die Ziele von Lobbygruppen verfolgen. Sie wenden sich ab von Funktionärsparteien, die nur „Volkspartei“ nur noch als folkloristisches Bühnenstück aufführen.

Man könnte viel über den Zustand der FDP schwadronieren, sich über sie lustig machen. Abgesehen von der mangelnden Fährnis würde man dabei als Mitglied einer anderen Partei den Balken im eigenen Auge übersehen. Rösler wird sich beweisen müssen. Wird zeigen müssen, was die FDP unter seiner Führung den Menschen in diesem Land zu bieten hat, welche politischen Alternativen und Lösungen sie für die Probleme unserer Zeit haben.

Sollte die Antworten die gleichen sein wie in den Jahren unter Westerwelle, dann, genau dann, kann man davon sprechen, dass die FDP ihr abrutschen in die Bedeutungslosigkeit verdient hat.

One Reply to “Gelb in Gefahr”

  1. Das die FDP zur vollkommenen Bedeutungslosigkeit abzurutschen droht liegt sicherlich auch an der Farblosigkeit ihrer Vorsitzenden wie Westerwelle und jetzt Philipp Rösler. Was hat diese Partei eigentlich noch zu bieten außer ihrer Lobbypolitik und schaumschlägerische Inszenierungen bei der nur einer im Mittelpunkt steht die Eitelkeit des Redners. Außer schaumschlägerische Selbstinszenierungen und Ankündigungen die FDP wolle endlich liefern auf die Lieferung wartet man heute noch vergebens scheint nichts an Substanz der liberalen Partei mehr da zu sein. Wohl weil auch solche Typen wie Westerwelle und Rösler nur noch ein Spiegelbild der Gesellschaft sind d.h. ihrer
    Dekadenz, Selbstgefälligkeit und Oberflächlichkeit in der die Kunst dem Wähler Sand in die Augen zu streuen ihre Blüte erreicht hat. Auch der Austausch der Führungsriege der FDP wird keine Besserung bringen, da sich nichts grundsätzlich an der inhaltlichen Ausrichtung der FDP geändert hat. Die Partei wäre vermutlich für viele wieder wählbar, wenn man das Wort liberal nicht mehr mit Wirtschaftsinteressen und Lobbygruppen verbindet sondern auch wieder mit sozialen Themen wie Kündigungsschutz, Arbeitnehmerrechte, gesetzlicher Mindestlohn.Einstweilen ist es aber die Partei der Besserverdienenden und sie muß sich daher auch gefallen lassen in die völlige Bedeutungslosigkeit abzusinken.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren