Gesprengte Ketten

Gesprengte Ketten

Wenn ich mich richtig erinnere (im Google-Zeitalter eigentlich einen blöde Formulierung), war „Gesprengte Ketten“ ein Film über den Ausbruch von gefangenen aus einem deutschen Kriegsgefängnis. Aber darum soll es eigentlich gar nicht heute gehen.

Vielmehr sollen um eine nicht gesprengte Kette gehen, eine einfache Motivationstechnik. Die englische Bezeichnung dazu ist recht simpel „Don’t break the chain“. Das Prinzip ist wirklich ganz einfach (wer will, kann auch die oben bereits erwähnte Suchmaschine bemühen). Auf einem Blatt befinden sich 365 Kästchen (was in den meisten Fällen einem Jahr entspricht. Über die Kästchen trägt man, ein, was man sich für die nächsten 365 Tage vornimmt regelmäßig zu tun. Für jeden Tag, an dem man sein Ziel erreicht, bekommt das entsprechende Kästchen ein rotes Kreuz. Ziel dabei ist es, eine durchgehende Kette von Kreuzen entstehen zu lassen, also entsprechend jeden Tag sein Ziel zu erfüllen. Das soll durch die Visualisierung leichter gehen. Sagt man zumindest.

Ich habe mir gestern ein Blatt ausgedruckt und mir vorgenommen, jeden Tag mindestens 400 Wörter zu schreiben. Da werden Blogeinträge nicht mitgezählt, sondern nur Kurzgeschichte, Plotentwürfe etc. – also alles, was mich dem Ziel „Buch“ näher bringt. Vielleicht hören sich 400 Wörter nicht besonders viel an – es ist auch nur ein Viertel von dem, was ich pro Tag im November geschrieben habe. Allerdings will der Blog hier auch noch gefüttert werden (plus / minus 400 Wörter pro Tag) und ich liege derzeit bei 2,5 Bücher pro Woche, die ich gelesen bekomme. Ach ja, eine Vollzeitjob habe ich auch noch.

So gesehen sind 400 Wörter nicht schlecht. Wichtig ist das kontinuierliche Schreiben. Über die Fortschritte des Ketten-Projektes werde ich dann gelegentlich im Blog berichten. In der Zwischenzeit heisst es Daumen drücken, dass meine Kette nicht durchbrochen wird (von meiner Trägheit).

4 Replies to “Gesprengte Ketten”

  1. Gerne hätte ich einen Blogeintrag zu diesem Film von Dir gelesen. Er gehört trotz seiner Tragik zu meinen absoluten Lieblingsfilmen!

    Na gut, dann also zu den anderen Ketten, die man möglichst nicht sprengen, sondern fortwährend knüpfen soll. Dass Visualisierung des Erreichten motivierend wirkt, ist schon oft geschrieben worden. Und vielleicht hilft Dir so ein Stückchen Papier wirklich. Ich habe das einige Zeit mit „Erfolgreiche Gewohnheiten“ und dem Yukon-Armband gemacht. Aber ehrlich gesagt, wenn man es nicht genug will, hilft auch kein Armband und keine Klebepünktchen im Kalender und keine Kreuze in 365 Feldern. Ausschlaggebend bist immer Du mit Deinen Prioritäten.

    Gruß
    Solveig

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren