Profiler

Beim Begriff ‚Profiler‘ werden die meisten Vorbelasteten sofort an Krimis denken. Zumindest was das angeht, kann ich Nicht-Krimi-Leser beruhigen, denn es geht um eine andere Sorte Profiler – was die machen, kann allerdings schon etwas weiß um die Nasenspitze werden lassen.

Beim rosenkrieger bin ich heute über einen Artikel gestolpert, den ich erst für einen etwas verspäteten Aprilscherz hielt. Demnach erstellt mein iPhone ungefragt ein Bewegungsprofil von mir. Mit jedem Backup über iTunes wird diese mit an den Rechner übertragen, so dass sich mit der Zeit eine interessante Menge an Daten ansammeln.

Das mein Mobilfunkanbieter über ein solches Profil verfügt, ist mir schon lange bewusst. Nur ist diese nicht öffentlich zugänglich und wird nur auf Grund eines richterlichen Beschlusses an ermittelnde Polizeibeamte herausgegeben. Das der Hersteller meines Telefons die Daten lokal (nur lokal?) in leicht lesbarer Form abspeichert, ist ein Skandal. Ich habe dazu nie mein Einverständnis gegeben. Es gibt zudem auch keinerlei Grund, diese Daten zu erfassen.

Bewegungsprofil


Auf den Bild von meinen Daten ist gut zu erkennen, wo ich mich innerhalb von Deutschland aufhalte – selbst mit den üblichen Fehler bei der Ermittlung des Standortes über Triangulation.

Deutsche Datenschützer kümmern sich um eine Menge Dinge. Bei einigen halte ich das zum teil für übertrieben. Das was hier passiert, halte ich persönlich für einen schwerwiegenden Verstoß, bei dem dringender Handlungsbedarf besteht. Bisher habe ich immer mein Fähnchen hoch gehalten für Apple, aber es eindeutig Grenzen. Diese sind hier auf jeden Fall überschritten worden.

Wer sich selber ein Bild von seinem Bewegungsprofil machen möchte, kann sich den (quelloffenen) iPhone Tracker herunterladen.

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