Wattetage

Wenn mann den ganzen Tag im Home Office am Schreibtisch gesessen hat, das Wetter draußen weit davon entfernt ist, an Frühling zu erinnern und zudem auch noch etwas Schlaf fehlt, fühlt man sich wie in Watte gepackt.

Nur gedämpft nimmt man das war, was draussen passiert. Um die Wirklichkeit herein zu holen, bräuchte ich nicht mal die Tür aufmachen. Ein Blick in die Zeitung würde reichen. Mit aller Brutalität würde einem dann wieder bewusst werden, in welchem hier und jetzt man gerade lebt. Es gibt aber durchaus Tage, an denen man genau das nicht möchte.

Der beste Platz nach getaner Arbeit ist dann ein bequemer Sessel oder das Sofa, ein kuschelige Decke und ein gutes Buch. Am besten kein Sachbuch, sondern einen schönen Roman, in den man sich völlig verlieren kann. Das ich heute dennoch vor die Tür gehen werde, liegt daran, das ich mit dem CHEF zusammen auswärts esse – es gibt einen Geburtstag zu feiern (nicht meinen).

Die kommenden Tage werden dann sehr anstrengend, aber darüber kann ich mich nicht beschweren, denn ich habe mir die Veranstaltung der lit.cologne, die ich besuchen möchte, selber ausgesucht. Etwas skeptisch bin ich noch, was das Wochenende darauf angeht. Angesagt ist das BarCampRuhr4. Das wird sicher ganz nett werden, aber ich frage mich, ob mir die Veranstaltung wirklich was bringt. Anders sehe es wohl aus, wenn das ein BarCamp für Autoren wäre, aber ich fürchte, so was gibt es nicht.

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