Three strikes

„Three strikes and you are out.” heißt es. Für mich und den gestrigen Tag passt das besser als die Sache mit den drei guten Dingen. Aber der Reihe nach.

DER CHEF und ich lieben Smoothies. Nach einem anstrengendem Stadtbummel und anschließenden Wocheneinkauf haben wir uns daher mal wieder einen gegönnt – jeder einen eigenen natürlich. Da ich mich diesmal für besonders schlau hielt, wollte ich den Deckel sofort nach dem öffnen des Smoothies entsorgen. So würde mir nichts vom Deckel auf die Hand tropfen. Den Smoothie in der rechten Hand bückte ich mich zum nächsten Mülleimer leicht nach vorne.

Etwas später hatte ich den Eindruck, es sei kälter geworden. Als ich meine Jacke zumachen wollte, war mir dann klar, woher der Eindruck stammt. Mein Hemd war schlicht und einfach nass. Na ja, nicht nur einfach nass, sondern voller Saft. Beim vorbeugen hatte ich mir nicht wenig davon aus der Flasche über das Hemd geschüttet.

Gut, so was kann man wechseln. Unangenehm nur, wenn man dann die Jacke zumachen muss, weil es sonst sehr peinlich aussieht. Zum Glück hat die Jacke aber auch innen nichts abbekommen. Am Nachmittag wollten Nadine und ich dann Altglas wegbringen. Eine Sammlung von vier Wochen. Eine Klappkiste volle. Ganz obendrauf eine leere Flasche Federweißer. Etwa 10 Minuten später war mir klar, warum man Flaschen besser ausspülen sollte. Beim runtertragen auf der Treppe ist mir nämlich der Rest auf der Flasche auf die Jacke geschwappt. Damit war sie dann auch ein Fall für die Waschmaschine. Das darunter befindliche Hemd (ein anderes, nicht das mit dem Smoothie) hatte, so meint eich, nur leicht was abbekommen.

Eine neue Jacke später machten wir uns dann auf den Weg in die Altstadt. Die ganze zeit hatte ich immer den Eindruck, es würde irgendwie nach Essig riechen. Tat es auch. Das Hemd hätte ich wohl besser doch gewechselt. Zum Glück zog das aber nicht in die Jacke ein. Wenigstens etwas, über das ich mich freuen konnte.

Die Freude hielt solange an, bis ich mir Kölsch über den linken Arm gekippt hatte. Nicht viel, zum Glück, denn das wäre zu Schade gewesen. Hat aber ausgereicht, um auch der Jacke eine besondere Note zu geben.

Da man ja alles positiv sehen soll, wäre das Fazit des Tages dann, dass bei uns zumindest keine Waschmaschine halbvoll läuft, sondern schön ausgenutzt wird. Ist ja auch besser für die Umwelt. Wer sich also künftig dreckig macht, sollte das im Kopf behalten.

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